GfK: Konsumklima sinkt zum dritten Mal in Folge - Panorama

Eine Passantin trägt Einkaufstüten in einer Einkaufsstraße

Bei der Konjunkturerwartung und der Anschaffungsneigung äußerten sich die Befragten pessimistischer als noch vor einem Monat, während die eigene Einkommenserwartung wieder etwas besser eingeschätzt wird.

Die globale Konjunkturabkühlung, der Handelskonflikt und Brexit-Diskussionen verunsichern offenbar mehr und mehr die Verbraucher.

Die Konjunkturerwartung setzte demnach im Juli ihren Abschwung fort.

Der für August erwartete Wert sei bereits der dritte Rückgang in Folge und der niedrigste Wert seit April 2017, als 9,6 Punkte gemessen wurden.

Der Handelskonflikt mit den USA, anhaltende Brexit-Diskussionen sowie die globale Abkühlung der Konjunktur liessen die Rezessionsängste weiter ansteigen. Vor allem Beschäftigte in den stark exportorientierten Branchen, wie zum Beispiel der Automobilindustrie und deren Zulieferbetrieben sind in erster Linie betroffen. Die nun vermehrt auftretenden Gewinnwarnungen von Unternehmen sowie Meldungen über Personalabbau und die Einführung von Kurzarbeit ließen die Angst vor Jobverlust wachsen, so der Experte. Der entsprechende Indikator gewinnt 5,3 Punkte und steigt damit auf 50,8 Zähler. "Die Stimmung der Verbraucher zeigt in diesem Monat ein weniger optimistisches Bild", teilte die GfK am Dienstag in Nürnberg mit. Dies gilt auch für die Bezüge der Rentner, denn diese wurden zum 1. Juli um gut drei Prozent angehoben.

Die Anschaffungsneigung musste jedoch Einbußen hinnehmen.

Zudem weise die Anschaffungsneigung ein "überaus gutes Niveau auf". Die Inlandsnachfrage bleibt nach Einschätzung der GfK jedoch weiter eine wichtige Stütze der Konjunktur.

Damit trotzt die Konsumneigung dem zuletzt deutlich gestiegenen Konjunkturpessimismus. Bedroht werde die Konsumlaune von einer anhaltend steigenden Angst vor Jobverlust. "Damit das so bleibt, darf sich der Trend beim zurückgehenden Konsumklima aber nicht fortsetzen", mahnte er. Für den Monat August prognostizieren die Marktforscher beim Konsumklima einen Rückgang um 0,1 Punkte auf 9,7 Zähler nach 9,8 Punkten im Juli. Ein niedrigerer Wert sei zuletzt mit minus 6,5 Zählern im November 2015 gemessen worden. "Die Konsumlaune bleibt trotz des Dämpfers noch intakt", betonte Bürkl. Ist das nicht der Fall, wäre die aktuelle Konsumprognose von 1,5% sicherlich nicht zu halten und müsste nach unten korrigiert werden.

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