Osram tief in roten Zahlen - Wirtschaft

Osram ist noch tiefer in die Verlustzone gerutscht

Die Autoindustrie ist in der Krise - und der Beleuchtungsmittelhersteller Osram erleidet den Kollateralschaden.

Belastet von einem schwierigen Marktumfeld hat Osram auch das dritte Geschäftsquartal mit einem Verlust abgeschlossen. Unter dem Strich stand ein Nettoverlust von 43 Millionen Euro, teilte Osram am Mittwoch mit. Die anhaltenden konjunkturellen Turbulenzen und der Umbruch in der Lichtbranche machen Osram weiterhin zu schaffen. Daher sind wirtschaftliche Entwicklungen für unsere Märkte über Jahressicht hinaus derzeit nicht belastbar vorherzusehen.

Der Umsatz des zum Verkauf stehenden Traditionsunternehmens brach um knapp 15 Prozent auf 850 Millionen Euro ein. Die bereinigte EBITDA-Marge lag bei minus 3 Prozent. Vor einem Jahr waren nach Steuern noch 42 Millionen Euro hängen geblieben. Die bereinigte Ebitda-Marge lag mit 6,8 Prozent fast 8 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. "Eine Belebung des Geschäfts ist ausgeblieben", sagte Vorstandschef Olaf Berlien.

Im Geschäftsbereich Opto Semiconductors sank der vergleichbare Umsatz binnen Jahresfrist um gut 21 Prozent auf 361 Millionen Euro.

Osram hat insgesamt drei Geschäftsbereiche, neben dem Autolicht sind das optische Halbleiter und digitale Anwendungen. Diese fielen in der LED-Sparte Opto Semiconductors am deutlichsten aus. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) brach in der LED- und der Autozuliefersparte förmlich ein, im Autogeschäft sogar um über die Hälfte. Außerdem seien Anlaufkosten für das Gemeinschaftsunternehmen Osram Continental verbucht worden. Momentan läuft ein Sparprogramm, durch das Osram die Kosten bis zum Jahr 2021 um mehr als 200 Millionen Euro jährlich senken will.

Aufsichtsrat und Vorstand empfahlen den Osram-Aktionären erneut, das Übernahmeangebot der zwei US-Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle anzunehmen, die einen Erhalt von Standorten und Arbeitsplätzen zugesagt haben. Der gebotene Preis von 35 Euro je Aktie in bar stellt aus Sicht der Gremien eine angemessene und faire Bewertung des Unternehmens dar. "Bain und Carlyle unterstützen mit ihrer Finanzkraft die laufende Transformation und ermöglichen strategisch wichtige Weichenstellungen". Osram-Aktionäre können das Angebot bis zum 5. September. Größte Hürde bei der Offerte dürfte die Mindestannahmeschwelle von 70 Prozent sein.

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