Handelsabkommen besiegelt:Europäer sollen mehr US-Rindfleisch essen

Handelsabkommen besiegelt:Europäer sollen mehr US-Rindfleisch essen

Doch weit gefehlt: Der US-Präsident hat einen Vertrag mit der EU ausgehandelt.

"Das ist ein gewaltiger Sieg für amerikanische Landwirte, Rinderhirten und natürlich europäische Konsumenten", sagte Präsident Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus, zu der er extra Vertreter der amerikanischen Fleisch-Industrie eingeladen hatte.

Es geht um künftige Exporte von Rindfleisch aus den USA in die Europäische Union. Die USA dürfen jährlich mehr Rindfleisch in die EU exportieren. Die USA verhängten daraufhin 1999 im Einklang mit Regeln der Welthandelsorganisation WTO Zölle auf EU-Agrarprodukte. Die Vereinbarung zum Rindfleisch würde das aktuelle Importvolumen faktisch zwar nicht verändern, es könnte aber die Spannungen zwischen beiden Seiten lindern. Ein Teil des EU-Einfuhrkontingents für hormonfreies Rindfleisch soll demnach für die USA reserviert werden. Letztlich profitierten von ihr massgeblich Länder wie Australien, Uruguay und Argentinien, weil sie günstiger anbieten konnten als die USA. Die EU wolle "eine neue Phase in den Beziehungen zu den Vereinigten Staaten einleiten", erklärte EU-Agrarkommissar Phil Hogan nach der vorläufigen Einigung im Juni. Die Quote für US-Rindfleisch solle schrittweise innerhalb von sieben Jahren auf bis zu 35'000 Tonnen erhöht werden. Das Abkommen muss auf EU-Seite noch final bestätigt werden.

Das Einlenken der EU beim Thema Rindfleisch gilt als ein Grund, warum sich Trump im vergangenen Sommer bereiterklärte, den Handelskonflikt mit Europa vorerst ruhen zu lassen - und auch zusagte, vorerst keine weiteren Sonderzölle auf Autos oder andere Waren aus der EU einzuführen.

Der jetzige Präsident Trump wirft der EU bei einer ganzen Reihe von Produkten eine unfaire Handelspolitik vor. Bisher verlangen die USA für europäische Autos 2,5 Prozent Einfuhrzoll - die EU kassiert 10 Prozent.

Im Handelsdisput mit China hatte Trump erst am Donnerstag mit der Verhängung zusätzlicher Strafzölle von zehn Prozent ab September für die bislang davon noch nicht betroffenen chinesischen Waren im Umfang von 300 Milliarden Dollar gedroht.

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