Telekom baut T-Systems weiter um - Bereiche werden aus Sparte gelöst

Stimmt das Aufsichtsgremium in seiner nächsten Sitzung Anfang September zu, dann wird sich der Zuschnitt zwischen T-Systems und der Telekom Deutschland ändern.Ein zusätzlicher Personalabbau sei aber dabei nicht geplant.

Die bisherigen T-Systems-Einheiten TC Services und Classified ICT werden in den Geschäftskundenbereich integriert. Der Bereich mit Telekommunikationsdienstleistungen soll künftig der Deutschland-Sparte des Konzerns angehören, wie das Dax-Unternehmen am Freitag mitteilte. Sie führe seit vielen Jahren zu Streit zwischen den beiden Geschäftseinheiten, schreibt das "Handelsblatt".

Mit einer Umverteilung von Aufgaben und der Ausgliederung von Geschäftsfeldern möchte sich die Deutsche Telekom zukunftssicher aufstellen. Der Übergang betrifft sowohl das nationale wie auch das internationale TK-Geschäft von T-Systems. "Sobald der Aufsichtsrat grünes Licht gibt, werden wir mit den Sozialpartnern die notwendigen Schritte verhandeln - ohne Abbau von Arbeitsplätzen", betont Adel Al-Saleh.

Der Amerikaner war von Telekomchef Tim Höttges geholt worden, um T-Systems wieder auf die Beine zu stellen.

Die Aufstellung schaffe eine Einheit mit durchgängiger Verantwortung: Produktentwicklung, Service Delivery Management, Produkt-Management und technischer Vertrieb. "Dadurch entfällt das Einpreisen von Vorleistungen bei TK-Angeboten und wir vermeiden unnötige Komplexität". Der ehemalige IBM-Manager Al-Saleh war 2018 angetreten, um den schwerfälligen Tanker wieder beweglicher zu machen und das Geschäft in die Spur zu bringen.

Die eigenständigen Gesellschaften für Security und IoT sollen den Konzern wettbewerbsfähiger gegenüber flexiblen Wettbewerbern mit schlanken Entscheidungsstrukturen machen. Die Unabhängigkeit der Bereiche erleichtere neue Wege, etwa bei Partnerschaften mit Wettbewerbern, erläutert Al-Saleh. Im Ergebnis entstehen zwei integrierte, agile Einheiten mit durchgehender Verantwortung. "Diese agilen Einheiten helfen T-Systems, schneller als bisher zu wachsen".

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