Metro: Großaktionäre unterstützen Übernahmeangebot nicht

Dr. Sabrina Kulenkamp

Kretinsky, der im vergangenen Jahr zusammen mit seinem Investment-Partner Patrik Tkac bei Metro eingestiegen war, will den Konzern ganz übernehmen und bietet dazu 16 Euro pro Stammaktie.

In der letzten Pflichtmitteilung vom Freitag waren es noch 33,64 Prozent.

Sollte der Milliardär mit seinem Plan scheitern, bis Mittwoch über 67,5 Prozent der Stammaktien zu verfügen, könnte auch der Deal mit dem Duisburger Familienunternehmen Haniel zunächst einmal platzen. Auch die Metro-Großaktionäre Beisheim und Meridian hatten das Umtauschangebot als "nicht angemessen" kritisiert. Denn die beiden Großaktionäre Meridian und Beisheim mit einem Anteil von mehr als 20 Prozent hätten unterschiedliche Vorstellungen über die Bewertung von Metro als EPGC. So konnte sich Kretinsky die Unterstützung des Grossaktionärs Haniel sichern, der seine restlichen Anteile von gut 15 Prozent bereits angedient hat. Es werde weder der Angebotspreis noch die Mindestannahmeschwelle gesenkt, erklärte das Unternehmen am Montag.

Vorstand und Aufsichtsrat der Metro hatten das Übernahme-Angebot als deutlich zu niedrig abgewiesen. "Erstens sehen sie die Metro in der Offerte als, unterbewertet" an, zweitens ist ihnen die Finanzierung Kretinskys mit einem hohen Anteil an Fremdkapital zu riskant.

Bleibt also jetzt bestenfalls noch die Hoffnung auf einen Verkauf in großem Stil durch die verbleibenden Kleinaktionäre. Womöglich, so heißt es mittlerweile in Branchenkreisen, habe Kretinsky diesen Verlauf ohnehin im Kopf gehabt. Deshalb habe er auch nicht mehr als 16 Euro je Stamm- und 13,80 Euro je Vorzugsaktie geboten - ein Preis, der vielen als zu niedrig erscheint.

Am Montagvormittag ging es nach dem Dementi vom Wochenende für den Kurs deutlich bergab - die Aktie stürzte um über 6 Prozent auf 14,55 Euro. Euro schweres Übernahme-Offert läuft noch bis heute. Zusammen kommen sie auf mehr als ein Fünftel an Metro. Kretinsky hingegen glaubt, dass dies am besten mit einer klaren, Private-Equity-typischen Aktionärsstruktur erreicht werden könne - mit EPGC als dominierendem Mehrheitsaktionär.

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