Karstadt-Kaufhof schließt Logistikstandorte in Frechen und Erfurt

Im Lager an der Bonnstraße in Frechen sind rund 300 Menschen beschäftigt. Galeria Kaufhof gibt den Standort auf

Des Weiteren machen die regionalen Verteilzentren in Stuttgart, Würzburg, Hannover und Berlin dicht.

Nun kommt der bereits von der Gewerkschaft Verdi befürchtete Kahlschlag: Galeria Karstadt Kaufhof schließt die beiden Logistikstandorte Frechen und Erfurt. Das teilte das Unternehmen am Montagabend mit. Betroffen seien rund 600 Arbeitsplätze, war aus dem Umfeld des Konzerns zu erfahren. Der Konzern sieht in der Logistik auch für Drittkunden eines seiner wesentlichen Wachstumsgebiete für die Zukunft.

Damit verfügt Galeria Karstadt Kaufhof mit Unna, Vogelheim und Porz künftig in der Logistik über drei schlagkräftige Großstandorte mit idealer Verkehrsanbindung und modernster technischer Ausstattung.

Demnach ermöglicht ein mit dem Gesamtbetriebsrat vereinbarter Interessenausgleich und Sozialplan "erhebliche Einsparungen an Personal- und Sachkosten". Im Sinne eines Ship-from-Store-Konzepts, sollen die stationären Geschäfte als sogenannte City-Hubs dienen, da laut dem Konzern rund 80 Prozent der urbanen Bevölkerung in Deutschland innerhalb von 15 Minuten eine Filiale des Warenhauses erreichen könne und diese durch Rampen und Lagerräume über eine passende logistische Infrastruktur verfügen. Durch die Gründung des Joint Ventures zwischen Karstadt und dem Logistikdienstleister Fiege 2018 und das durch die Fusion entstehende große Portfolio von unterschiedlichen Logistikstandorten von Karstadt und Kaufhof, war es erforderlich, dafür den optimalen Zuschnitt künftiger Standorte und Strukturen zu definieren. Besonders kritisch war die Situation bei Kaufhof. Unter dem Dach der neuen Holding sind nicht nur die deutschen Kaufhof- und Karstadt-Filialen vereint, sondern auch die Karstadt-Sporthäuser, die europäischen Filialen der Outlet-Kette Saks Off 5th, die Galeria-Inno-Kaufhäuser in Belgien, die erst kürzlich gegründeten Hudson's-Bay-Warenhäuser in den Niederlanden sowie eine Reihe von Internet-Anbietern.

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