Bayer bietet offenbar 8-Milliarden-Vergleich an - Aktie schießt in die Höhe

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Der Bayer-Konzern will nach einem Agenturbericht mit einem acht Milliarden Dollar schweren Vergleich die juristischen Auseinandersetzungen um den Unkrautvernichter Glyphosat in den USA beenden.

Der wegen Tausender Glyphosat-Klagen unter Beschuss stehende Bayer-Konzern strebt nach einem Bericht des Finanzdienstes Bloomberg einen Milliarden-Vergleich in den USA an. Ein Bayer-Sprecher wollte dies auf Anfrage nicht kommentieren. Im Interview mit dem manager magazin hatte sich Bayer-Chef Werner Baumann zuletzt ausführlich zu seinem persönlichen und professionellen Umgang mit dem Monsanto-Trubel geäußert. Dafür hatte er in einer Telefonkonferenz mit Analysten allerdings zwei Bedingungen genannt. Einen Vergleich werde das Unternehmen nur in Betracht ziehen, wenn sich dieser "in einem vernünftigen finanziellen Rahmen bewege" und damit der gesamte Rechtsstreit endgültig beigelegt werden könne. Bayer sei aber weiter entschlossen, sich entschieden zu Wehr zu setzen. In der Spitze stieg er um 11 Prozent auf gut 70 Euro - den höchsten Stand seit Anfang März. Dabei bekommt das Management auch Druck vom Hedgefonds Elliott, der rund zwei Prozent an Bayer hält.

Investoren hatten die Vertagung als Hinweis auf fortschreitende Vergleichsverhandlungen interpretiert. Der Agrarchemie- und Pharmakonzern schlage eine Zahlung von bis zu acht Milliarden US-Dollar (7,15 Milliarden Euro) vor, um die Klagen der zuletzt 18.400 Kläger beizulegen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eine mit den Verhandlungen vertraute Person berichtet. Jetzt könnte ein Vergleich den Klägern mehrere Milliarden Dollar bringen. Seit der Übernahme von Monsanto, dem Hersteller des Glyphosat enthaltenden Unkrautvernichters Roundup, vor 14 Monaten haben Bayer-Aktien ein Drittel an Wert verloren.

Zuvor war ein US-Prozess um mögliche Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter vertagt worden.

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