HarmonyOS geht an den Start: Huawei stellt Betriebsystem vor

HarmonyOS

Es heißt HongmengOS in China und soll im Westen unter dem Namen HarmonyOS laufen, kündigte das chinesische Unternehmen auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz HDC an. Huawei unterliegt aktuell noch einem Boykott der US-Regierung, der es US-amerikanischen Unternehmen untersagt, mit dem chinesischen Hersteller Geschäfte zu machen.

Huawei sei nach eigenen Angaben schon jetzt in der Lage, in seinen Smartphones das Google-System Android durch seine eigene Software zu ersetzen. HarmonyOS soll ein universelles Betriebssystem für alle Plattformen vom Smartphone über Computer bis zum Internet der Dinge sein.

Huawei geht dabei einen ähnlichen Weg wie Google mit Fuchsia, HarmonyOS basiert ebenso auf einem neuentwickelten Mikrokernel und ist nicht wie Android ein Linux-Abkömmling. Huawei hätte auch hier mit Google zusammenarbeiten können. Was die anwesenden App-Entwickler besonders interessiert: HarmonyOS werde künftig mit HTML5, Linux-Anwendungen und Android-Apps kompatibel sein, versprach Yu. Vorerst wolle Huawei weiter mit Android arbeiten, erklärte Yu auf der Entwicklerkonferenz.

Harmony OS ist Open Source, wie Huaweis Chef der Consumer Business Group Richard Yu auf der Konferenz angekündigt hat.

Das erste marktreife Gerät mit HarmonyOS 1.0 wird voraussichtlich ein smarter Fernseher von Huaweis Tochterunternehmen Honor sein, der vermutlich am Wochenende vorgestellt wird. Laut "Computerbase" plant Huawei, HarmonyOS 2.0 mit eigenem Mikrokernel bereits im kommenden Jahr zu veröffentlichen.

Das bedeutet, dass nicht nur Smartphones und Tablets, sondern beispielsweise auch Smart-Home-Geräte, Wearables und IoT-Geräte damit betrieben werden können. Den Root-Zugriff will Huawei demnach aus Sicherheitsgründen nicht erlauben.

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