Private Skype-Übersetzungen können offenbar auch von Mitarbeitern angehört werden

Der Skype Translator kann Gespräche live übersetzen

"Skype Translator basiert auf einem maschinellen Lernprozess", heißt es auf einer Webseite zu dem Thema.

Aufzeichnungen von Anrufen mit dem Microsoft-Dienst Skype, bei denen die automatische Übersetzungsfunktion genutzt wurden, können laut einem Medienbericht nachträglich auch von Mitarbeitern angehört werden.

Es sind brisante Details, die jetzt an die Öffentlichkeit kommen. Aus den Unterlagen gehe auch hervor, dass Microsoft Mitarbeiter beschäftigt, die Aufnahmen der Sprachassistentin Cortana abhören und transkribieren. Solche Mitarbeiter kriegen demnach Übersetzungsvorschläge des Systems zu den Aufnahmen gezeigt und sollen den akkuratesten bestimmen - oder per Hand einen besseren liefern. Nicht einmal Apple, das sonst bei jeder Gelegenheit beteuert, wie wichtig Transparenz und Datenschutz seien, hatte Nutzer eindeutig darauf hingewiesen, dass ein Teil der Aufnahmen von Menschen analysiert wird. So wäre es auf den abgehörten Gesprächs-Mitschnitten unter anderem um Liebesgeflüster, Beziehungsprobleme und Gewichtsverlust gegangen. "Ich habe gehört, wie Menschen ihre vollständigen Adressen verraten oder Cortana nach Pornografie suchen lassen". Die deutsche Version des gesamten FAQ-Textes ist weitgehend unverständlich, da es sich bei dieser um eine der bei Microsoft häufig vorkommenden automatischen Übersetzungen handelt.

Die Mitarbeiter, welche die Transkriptionen anfertigen, arbeiten teilweise von zu Hause aus. Die Analyse von Aufnahmen geschehe darüber hinaus stets mit der Zustimmung des Nutzers. Zudem würden die Daten anonymisiert und die Mitarbeiter erhielten die Audiodateien ausschließlich über ein spezielles gesichertes Online-Portal.

In den vergangenen Wochen sorgten einige Nachrichten für Aufruhr in den Medien: Nachdem bereits vor einigen Monaten bekannt geworden war, dass Amazon beim Zugriff auf die Sprachassistentin Alexa Mitarbeiter für Analysezwecke mithören lässt, stellte sich selbiges auch für die großen Konkurrenten Google und Apple heraus. Der iPhone-Hersteller und der Suchmaschinen-Konzern haben diese Praxis mittlerweile bis auf Weiteres ausgesetzt.

Weiterhin sagt Microsoft, dass die Nutzer dem Verfahren der Datenanalyse zustimmen.

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