Siemens Healthineers kauft für 1,1 Milliarden Dollar in USA zu

Der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers stärkt sein Geschäftsfeld Advanced Therapies mit einem Milliardenzukauf. Diese schloss am Mittwoch in New York bei 2,42 Dollar.

Das Zielunternehmen Corindus mit Sitz in der Nähe von Boston, Massachusetts, entwickelt robotergestützte Systeme für minimalinvasive Gefäßoperationen. Das Management von Corindus unterstützt die Übernahme. Die Corindus-Aktionäre sollen 4,28 Dollar je Anteilsschein bekommen, müssen der Transaktion aber ebenso noch zustimmen wie verschiedene Behörden.

Die Siemens-Medizintechnik-Tochter steht vor ihrer ersten großen Übernahme seit dem Börsengang vor eineinhalb Jahren.

Noch ist das Unternehmen klein: 2018 kam Corindus auf einen Umsatz von 10,8 Mio. Dollar und machte einen Verlust von knapp 35 Mio. Dollar. Healthineers-Finanzchef Jochen Schmitz hob in einer Analystenkonferenz jedoch das Wachstumspotenzial hervor und zeigte sich zuversichtlich, dass Corindus ab 2023 positiv zum Ergebnis beitragen wird. Finanziert werden soll die Übernahme durch einen befristeten Kredit des Mutterkonzerns Siemens.

"Mit Corindus ist Siemens Healthineers hervorragend positioniert, um als einer der führenden Anbieter im Bereich der robotergestützten Gefäßinterventionen zu agieren", sagte Vorstandschef Bernd Montag. Im Umfeld des Healthineers-Aufsichtsgremiums hiess es, die Übernahme sei ein mutiger Schritt, der vom Aufsichtsrat mitgetragen werde.

Siemens Healthineers setzt mit den dort aufgehängten Geschäften 1,5 Milliarden Euro um, mit einer operativen Umsatzrendite von fast 20 Prozent ist das Geschäft aber hochprofitabel. Euro für 2017/18 die kleinste Sparte von Healthineers, das auf einen Gesamtumsatz von 13,4 Mrd.

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