Uber fährt Milliardenverlust ein, Aktie bricht ein

Mit viel Hype ging die bekannte Fahrdienst-Vermittlung Uber im Mai an die Börse, doch die Aktie der Taxi-App schmierte schnell ab. Nun verzeichnet Uber zwei Rekorde, auf die man lieber verzichtet hätte: einen gigantischen Quartalsverlust sowie die bislang langsamste Wachstumsrate. Allein auf diese mit dem Börsengang verbuchte Aktienvergütung entfielen 3,9 Milliarden Dollar der roten Zahlen.

Hohe Investitionen in Forschung und Entwickung sowie hohe Kosten haben dem Fahrdienstvermittler Uber im zweiten Quartal einen Milliardenverlust eingebrockt. Der Fahrdienst-Vermittler meldete für das vergangene Vierteljahr einen Verlust von gut 5,2 Milliarden Dollar. Im Vorjahresquartal lag der Uber-Verlust bei 878 Millionen Dollar - jetzt wären es selbst ohne die zusätzliche Belastung durch die Aktienvergütung rund 1,3 Milliarden Dollar gewesen. Das war mit ein Grund für eine ziemlich negative Reaktion an der Börse.

Ein Lichtblick war das Geschäft mit der Essenszustellung. Die Erlöse bei Uber Eats sprangen im Jahresvergleich um 72 Prozent auf 595 Millionen Dollar in die Höhe.

Seit dem Uber-Börsengang wachsen die Zweifel, ob das Geschäftsmodell des Fahrdienstvermittlers langfristig Erfolg hat. Das half, den Konzernumsatz um 14 Prozent auf knapp 3,2 Milliarden Dollar zu steigern. Uber-Chef Dara Khosrowshahi versprach in einer Telefonkonferenz mit Analysten nach der Zahlenvorlage einen "guten altmodischen Fokus" auf das Ergebnis. Er geht davon aus, dass die Verluste in den nächsten beiden Jahren zurückgehen. Zudem kündigte Vorstandschef Logan Green an, dass auch der Verlust 2019 niedriger als zunächst erwartet ausfallen dürfte.

Ein kräftiger Kostenanstieg - teils wegen der Vergütung mit Aktien im Zuge des Börsengangs im März - ließ den Quartalsverlust allerdings von 178,9 Millionen auf 644,2 Millionen Dollar ansteigen. Verglichen mit dem Vorjahreswert legte der Umsatz in den drei Monaten bis Ende Juni um 72 Prozent auf 876 Millionen Dollar (774 Mio Euro) zu.

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