Greta Thunberg am Tagebau Hambach

Aachen - Umwelt-Aktivistin Greta Thunberg (16) hat am Samstag überraschend den Hambacher Forst besucht und zeigte sich geschockt und traurig über das Ausmaß der Zerstörung. "Der Anblick der zerstörten Landschaft ist gewaltig, so verheerend und es macht mich irgendwie traurig". "Die Braunkohle trägt mit zur ökologischen Krise bei. Um die Klimaziele zu erreichen, darf Deutschland keine weitere Kohle verbrennen", sagte sie unter Hinweis auf Wissenschaftler. Sie fühle auch mit den Menschen, die wegen des Tagebaus wegziehen müssten. Das sei Zeitverschwendung. Hingegen forderte sie die Menschen zur Teilnahme am globalen Klimastreik am 20. und 27. September auf.

"Das ist nicht meine Meinung oder das, was ich denke, das ist das, was die Wissenschaft sagt", betonte Thunberg. Vor dem Dom gab es ein Erinnerungsfoto mit Luisa Neubauer, eine der Haupt-Organisatorinnen der deutschen "Fridays for Future"-Streiks". "Das ist so wichtig, weil es so symbolisch ist". Ziviler Ungehorsam sei gut, solange er friedlich bleibe, und manchmal sei er notwendig, wenn nichts anderes funktioniere.

Nach der Stippvisite reist Thunberg zum UN-Klimagipfel nach New York. "Und wenn genügend Menschen Druck machen, dann können wir versuchen, eine Änderung herbeizuführen". Das Bundesamt für Verfassungsschutz bezeichnet die Kampagne als linksextremistisch beeinflusst.

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