USA - Fahrdienstvermittler Uber mit Riesenverlust

Aller Anfang ist schwer Analysten haben mit einem Verlust von Uber an der New Yorker Börse gerechnet

In seinem ersten Quartal als börsennotiertes Unternehmen hat der US-Fahrdienstvermittler Uber einen Milliardenverlust verbucht. Die Aktienvergütung im Zusammenhang mit dem Börsengang trug 3,9 Milliarden Dollar zum Konzernverlust bei.

Zugleich gab es ein Alarmsignal aus dem Kerngeschäft: Der Umsatz mit Fahrdiensten wuchs im Jahresvergleich lediglich um zwei Prozent auf 2,29 Milliarden Dollar. Das war mit ein Grund für eine ziemlich negative Reaktion der Börsianer. Die Aktie verlor im nachbörslichen Handel zeitweise mehr als elf Prozent.

Ein Lichtblick war das Geschäft mit der Essenszustellung. Deswegen rechnet Lyft nun mit einem Jahresumsatz von bis zu 3,5 Milliarden Dollar - 200 Millionen mehr als zuvor maximal anvisiert. Das half, den Konzernumsatz um 14 Prozent auf knapp 3,2 Milliarden US-Dollar zu steigern. Für Uber-Verhältnisse war das allerdings ein sehr langsames Wachstum. Doch die Zahlen offenbarten auch, dass Uber bei vielen Fahrten draufzahlt.

Nordamerika bleibt der mit Abstand größte Markt für Uber: Der Umsatz in den USA und Kanada wuchs um 19 Prozent auf rund 1,78 Milliarden US-Dollar. In der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika gab es ein Plus von 22 Prozent auf 502 Millionen US-Dollar. Die Kosten lagen dagegen mit 8,6 Milliarden Dollar um 147 Prozent höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Khosrowshahi sprach in der Telefonkonferenz mit Analysten Bedenken an, ob Uber jemals profitabel sein werde.

Uber hat im zweiten Quartal den größten Verlust seiner Firmengeschichte eingefahren. 2019 werde das Jahr mit den höchsten Verlusten, was sich 2020 und danach verringern sollte.

Die Zahl der Lyft-Nutzer stieg binnen drei Monaten von 20,5 auf 21,8 Millionen. Im Fahrdienstgeschäft legten die Erlöse nach Abzug der Zahlungen an Fahrer um vier Prozent auf rund 2,3 Milliarden Dollar zu.

Die Aktien des Fahrdienstvermittlers Lyft haben am Donnerstag nach Zahlenvorlage und Anhebung des Ausblicks deutlich angezogen und dabei auch die Papiere des Rivalen Uber kräftig mit nach oben befördert.

Beide Unternehmen waren im Frühjahr an die Börse gegangen.

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