Regenwald - Bolsonaro erklärt deutsche Fördermittel für verzichtbar

"Brasilien braucht es nicht", sagte Bolsonaro am Sonntag in der Hauptstadt Brasília.

Sein Land sei nicht auf deutsche Fördergelder für den Regenwaldschutz am Amazonas angewiesen, sagt er.

Auf die Frage, ob die Einstellung der Finanzierung von Waldprojekten durch Deutschland dem brasilianischen Image schade, antwortete Bolsonaro: "Glauben Sie, dass andere Länder am Image Brasiliens interessiert sind?" "Sie können das Geld einsetzen, wie sie es für richtig halten. Brasilien braucht es nicht": Mit diesen Worten hat Brasiliens rechtsextremer Präsident Jair Bolsonaro auf den möglichen Wegfall von Fördergeld für den Umweltschutz aus Deutschland reagiert. Das Umweltministerium hatte zuvor erklärt, wegen der zunehmenden Rodung im Amazonasgebiet die Unterstützung zum Schutz von Wäldern und Artenvielfalt in Brasilien zu beenden. "Oder eher daran, sich Brasilien unter den Nagel zu reißen?" Noch gibt es Auswege, falls alle handeln - und sich einschränken. Die SPD-Politikerin hatte dem "Tagesspiegel" gesagt, die Projektzusammenarbeit könne erst dann wieder fortgeführt werden, wenn Klarheit darüber herrsche, ob eine konsequente Reduzierung der Abholzungen verfolgt werde.

Schulze nahm Bezug auf die zuletzt rasant angestiegene Abholzung am Amazonas.

Laut INPE wurden im Juli in dem südamerikanischen Staat insgesamt 2254 Quadratkilometer Wald abgeholzt. Bolsonaro hatte Inpe wegen der Veröffentlichung der Zahlen kritisiert. Inpe-Chef Ricardo Galvão musste deswegen sein Amt niederlegen.

Konkret geht es der Zeitung zufolge um einen Betrag von rund 35 Millionen Euro aus der internationalen Klimaschutzinitiative des Ministeriums.

Unter Brasiliens ultrarechtem Präsidenten Bolsonaro hat sich die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes massiv beschleunigt. Aus dieser Initiative wurden demnach im Jahr 2008 rund 95 Millionen Euro bereitgestellt. Bestehende Projekte würden vorerst fortgeführt, geplante neue aber auf Eis gelegt, hatte ein Sprecher des Umweltministeriums mitgeteilt. In diesen Fonds hat die Bundesregierung bisher 55 Millionen Euro einbezahlt, zuständig ist das Entwicklungsministerium. Deutschland ist einer der drei größten Unterstützer des Fonds. Statt Schutzprojekte zu finanzieren, will Bolsonaro Landwirte mit dem Geld entschädigen. Deutschland und Norwegen sind dagegen.

Er will keine weiteren Schutzgebiete ausweisen, mehr Rodungen zulassen und die Amazonasregion wirtschaftlich stärker nutzen.

Related:

Comments

Latest news

Schon am Freitag ist Schluss: Deliveroo zieht sich aus Deutschland zurück
Deliveroo mit Hauptsitz in London wurde 2013 gegründet und ist nach dem Ausstieg in Deutschland noch in 13 Ländern aktiv. Kunden konnten bei Restaurants, die Partner von Deliveroo sind, bestellen und sich ihr Essen nach Hause liefern lassen.

Nach Aus für "Fußballtalk": Neue TV-Show für Jörg Wontorra
Dort spreche ich mit ihnen in intimer, entspannter Gesprächsatmosphäre über die aktuell brennenden Themen im Fußball. Schon da wurde aber angekündigt, dass man die Zusammenarbeit mit Jörg Wontorra in anderer Weise fortsetzen will.

Soli-Abschaffung: Was die Scholz-Vorschläge den Bürgern bringen würden
Die Abgabe sollte die Wiedervereinigung mitfinanzieren und bringt jedes Jahr knapp 19 Milliarden Euro in die Staatskasse ein. Mit höherem Einkommen wüchse die Belastung, bis bei circa 109.451 Euro Bruttolohn die vollen 5,5 Prozent fällig würden.

Multiplayer kosten
Die Spieler fürchten jedoch, dass dann ein Spiel immer mehr Pay-to-Win Elemente besitzt und damit nicht mehr interessant ist. Die ersten Bugs werden bereits erwartet und man hofft viele zu finden damit sie bis 2018 ausgemerzt werden können.

Novoline Spiele kostenlos online spielen
Dank ausführlicher Erklärungen schaffen sich Spielerinnen und Spieler schon vor Spielbeginn einen Überblick. Für Freunde klassischer Unterhaltungsspiele stehen verschiedene Roulette und Blackjack Versionen zur Verfügung.

Other news