Staaten mit Reisewarnung:Proteste am Hongkonger Flughafen - Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen

Demonstranten in Hongkong besetzen erneut Ankunftshalle des Flughafens

Am zehnten Wochenende der Demokratiebewegung haben Demonstranten immer wieder neue Protestformen erprobt: So wurde unter anderem von "Hit-and-Run"-Demonstrationen berichtet, bei denen sich Aktivisten in kleine Gruppen auflösten, wenn die Polizei ihnen entgegentrat - um sich andernorts wieder zusammenzufinden".

Regierungschefin Lam warnte an Freitag vor den ökonomischen Folgen der anhaltenden Proteste. Mittlerweile fordern die Demonstranten den Rücktritt Lams, der sie zu große Nähe zur Führung in Peking vorwerfen.

"Wir haben unser ganzes Leben lang in Hongkong verbracht", sagte ein 63-jähriger Mann, der in Begleitung seines im Rollstuhl sitzenden 93-jährigen Vaters an einem Demonstrationszug teilnahm.

"Wer mit dem Feuer spielt, wird dadurch zugrunde gehen", erklärte die für die Sonderverwaltungszone zuständige Behörde in Peking am Dienstag. Ein Gesetzentwurf zur Auslieferung mutmaßlicher Krimineller an China hatte die Proteste ausgelöst. Vor den Ausschreitungen am Sonntag waren nach Angaben der Organisatoren 430.000 Menschen gegen ein umstrittenes - derzeit auf Eis liegendes - Auslieferungsgesetz und Chinas wachsenden Einfluss auf die Straße gegangen.

Erstmals richtete sich die Wut der Demonstranten nicht allein gegen die Hongkonger Regierung, sondern auch direkt gegen die chinesische Vertretung.

London: Für die seit Wochen dauernden Proteste in Hongkong fordert Großbritanniens Außenminister Raab eine unabhängige Untersuchung.

Am Samstag hatte es bereits eine auf Familien zugeschnittene, genehmigte Demonstration gegeben.

So blockierten die Demonstranten am Samstag kurzzeitig den Cross-Harbour-Tunnel und versammelten sich im Einkaufsbezirk Tsim Sha Tsui - bis die Polizei aber auch dort Tränengas einsetzte. Auch zogen Tausende bei zunächst friedlichen Protestmärschen durch die Stadt, obwohl diese von der Polizei zum Teil untersagt waren.

Hongkong kommt nicht zur Ruhe Chinesische Schlägertrupps?

Nicht nur die Polizei ging mit Gewalt gegen die Demonstranten vor. Der bei dem Vorfall verletzte Abgeordnete Lam Cheuk Ting machte Mitglieder krimineller chinesischer Banden für den Angriff verantwortlich. Diese sehen die Regierungskritiker nun gefährdet. Den Demonstranten dienen die Schirme als Schutz - vor Sonne, Regen, Pfefferspray oder Tränengas.

In der Nacht war es erneut zu gewalttätigen Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstranten gekommen.

Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam hatte am Freitag vor schweren wirtschaftlichen Problemen gewarnt, die durch die Proteste entstehen würden. Hongkongs Oppositionsbewegung wirft der Regierung vor, dies zu unterlaufen.

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