Einkommen: Sind Sie schon reich oder gehören Sie noch zur Mittelschicht?

Die eigene Einkommensposition schätzen viele Deutsche laut des Instituts der deutschen Wirtschaft falsch ein

Wenn es um die subjektive Einordnung in die Gesellschaft geht, sortieren sich die meisten Menschen demnach in die Mittelschicht oder obere Mittelschicht ein.

"Praktisch niemand fühlt sich dem neunten oder zehnten Dezil zugehörig, also den einkommensreichsten 20 Prozent der Gesellschaft", sagt Judith Niehues, Ökonomin am Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln.

Für die Studie haben die Forscher Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) für 2016 ausgewertet.

Die Ergebnisse der Studie zeigen auch, wie sehr sich die Lebenssituation in der Bevölkerung auf das Armutsrisiko auswirkt: Alleinerziehende mit einem monatlichen Nettoeinkommen von 1.309 Euro befinden sich am unteren Ende der Skala, sie gehören zum einkommensschwächsten Viertel. Nur wenige zählen sich früheren Umfragen zufolge selbst zur sozialen Oberschicht. Laut diesem liegt das sogenannte bedarfsgewichtete mittlere Durchschnittseinkommen der deutschen Bevölkerung bei 1.869 Euro netto im Monat. Bei dieser Berechnung wurde unter anderem auch berücksichtigt, dass jüngere Kinder einen geringeren Bedarf haben als Erwachsene, Familien aber beispielsweise mehr Wohnraum brauchen. Das mittlere Einkommen in städtischen Regionen liegt 116 Euro oberhalb jenes in ländlichen Räumen. Wer in selbstgenutztem Eigentum lebt, hat damit eine hohe Wahrscheinlichkeit, sich eher im oberen Einkommensbereich einzusortieren. Umgekehrt ist es bei Menschen ohne Bildungs- und Berufsabschluss - selbst sie liegen bei der Selbsteinschätzung aber oft daneben.

Möchten sich Akademiker mit der Einkommenssituation anderer Akademiker vergleichen, müssen sie als Alleinlebende ein Nettoeinkommen von 2.541 Euro zur Verfügung haben, damit sie genau in der Mitte der Gruppe der Hochschulabsolventen landen. Allerdings werden dabei noch keine regionalen Preisunterschiede berücksichtigt. Während das mittlere Einkommen der Mieter bei 1493 Euro liegt, beträgt dieses bei Eigentümern 2252 Euro - ein Unterschied von 759 Euro im Monat.

Zudem gibt es deutliche Unterschiede zwischen Ost und West: In den neuen Bundesländern sind die Lebenshaltungskosten niedriger, deshalb gehört man dort bereits mit einem Nettoeinkommen von 2.839 Euro zu den oberen zehn Prozent. Mit 2839 Euro netto gehöre ein Single im Osten zu den Top zehn Prozent, in Westdeutschland hingegen zu den Top 20.

Auch Eigentum macht sich bemerkbar.

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