Leitindex und Währung stürzen dramatisch ab: Börsen-Beben in Argentinien

Leitindex und Währung stürzen dramatisch ab: Börsen-Beben in Argentinien

Grund für die Turbulenzen waren die Vorwahlen in dem Land.

Der Kurs des argentinischen Peso ist nach den Vorwahlen zur Präsidentschaftswahl eingebrochen.

Das Problem: Kirchner, die sich an der Seite von Fernandez um das Amt der Vizepräsidentin bewirbt, hat ein ausgesprochen angespanntes Verhältnis zu ausländischen Investoren. In ihre Amtszeit fällt der Kampf gegen Anleihebesitzer, die sich nicht an staatlichen Umschuldungen beteiligen wollten. Analysten gehen nun davon aus, dass er kaum noch eine Chance auf einen Sieg bei der eigentlichen Präsidentschaftswahl im Oktober hat.

Die Vorwahl sind eine Besonderheit in Argentinien - der Heimat von Fußballstar Lionel Messi. Die Vorwahlen dienen zur Bereinigung des Bewerberfeldes und gelten als wichtiger Stimmungstest für die Präsidentenwahl im Oktober. Die Vorwahlen haben damit den Charakter einer Generalprobe für die Präsidentschaftswahl. Der Bewerber der Bewegung "Frente de Todos" (Front Aller) kam am Sonntag nach Auszählung von fast 90 Prozent der Stimmen auf rund 47 Prozent, der amtierende Präsident Mauricio Macri nur auf 32 Prozent. Macri räumte eine "schlechte Wahl" ein und kündigte an, seine "Anstrengungen zu verdoppeln". Um gleich in der ersten Runde zu gewinnen, braucht ein Kandidat mindestens 45 Prozent der Stimmen bzw. mindestens 40 Prozent und zugleich einen Vorsprung von zehn Prozentpunkten vor dem Zweitplatzierten. Andernfalls steht am 24. November eine Stichwahl an. Macri traf sich zu Beratungen mit Zentralbankchef Guido Sandleris. Das südamerikanische Land steckt bereits seit vergangenem Jahr in einer Rezession.

Auch aus fundamentaler wirtschaftlicher Sicht sieht es düster für das Land aus: Die Inflation liegt bei 56 Prozent und die Arbeitslosigkeit bei über 10 Prozent. Die Regierung in Buenos Aires beantragte daher beim Internationalen Währungsfonds (IWF) ein Darlehen in Höhe von mehr als 57 Milliarden Dollar (fast 51 Milliarden Euro). Macri sagte im Gegenzug Sparmaßnahmen zu.

Für die Bevölkerung weitaus dramatischer ist der Einbruch der Landeswährung: Der argentinische Peso verlor zu Wochenbeginn ebenfalls massiv an Wert.

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