ZEW-Konjunkturerwartungen sinken auf tiefsten Stand seit fast acht Jahren

Der ZEW-Index deutet nach unten Wie gut ist die deutsche Wirtschaft auf eine Phase der Konjunkturabkühlung vorbereitet

Die Bundesregierung ist alarmiert, will für den Fall einer Konjunkturkrise die schärfsten Auswirkungen für den Arbeitsmarkt mit einem Programm verhindern.

Deutschland muss sich wohl auf einen ungemütlichen Herbst und Winter einstellen: Der an den Märkten viel beachtete Konjunkturindex des Mannheimer Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) sackt im August deutlich stärker ab als befürchtet. Die Erwartungen im August wiesen damit den niedrigsten Stand seit Dezember 2011 auf.

Die mittelfristigen Konjunkturerwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren haben sich im August deutlich verschlechtert: Der entsprechende Index sank von -24,5 Zählern im Juli auf nun -44,1 Punkte.

"Die erneute Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China, das damit verbundene Risiko eines globalen Abwertungswettlaufs sowie die gestiegene Wahrscheinlichkeit für einen No-Deal-Brexit treffen auf ein ohnehin abgeschwächtes Wirtschaftswachstum", sagte ZEW-Präsident Achim Wambach. "Die Entwicklung der deutschen Exporte und der Industrieproduktion dürfte sich weiter verschlechtern", kommentiert ZEW-Präsident Prof.

LBBW-Chefvolkswirt Uwe Burkert sprach angesichts der jüngsten ZEW-Zahlen von einem "Rezessionswarnsignal". Zumindest steige die Wahrscheinlichkeit, dass Deutschland in eine technische Rezession mit zwei Quartalen Negativwachstum in Folge rutsche.

Nicht nur der Konjunkturausblick verdüstert sich rapide, auch die Bewertung der aktuellen Lage wurde von den 193 befragten Analysten und Anlegern schlechter eingeschätzt.

Im zurückliegenden zweiten Vierteljahr dürfte Europas größte Volkswirtschaft laut den von Reuters befragten Ökonomen minimal geschrumpft sein. Viele Experten gehen davon aus, dass im zweiten Halbjahr bestenfalls ein leichtes Wachstum möglich ist.

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