Feuergefecht zwischen indischen und pakistanischen Soldaten in Kaschmir

Feuergefecht zwischen indischen und pakistanischen Soldaten in Kaschmir

Indien hat die Möglichkeit angedeutet, die Politik des "No First Use" für Atomwaffen zu ändern, da es in der umstrittenen Region Kaschmir zu einer Eskalation der Spannungen mit der Nuklearmacht Pakistan kommt.

In der Zwischenzeit sagte die pakistanische Ministerin für Menschenrechte Shireen Mazari, die Bemerkung von Singh sei nichts Neues. Nach Angaben des Weissen Hauses lancierte Trump am Freitag einen entsprechenden Appell in einem Telefonat mit dem pakistanischen Regierungschef Imran Khan.

Das indirekte Hin und Her ist darauf zurückzuführen, dass die Spannungen zwischen Indien und Pakistan zugenommen haben, seitdem Neu-Delhi dem von Indien kontrollierten Kaschmir Anfang dieses Monats seine Sonderautonomie genommen hat.

Im Kaschmir soll es Berichten zufolge zu einem Schusswechsel zwischen Indien und Pakistan gekommen sein. An der De-Facto-Grenze gibt es immer wieder Gefechte.

In der vergangenen Woche hatte die indische Regierung den Konflikt neu angeheizt, als sie den Sonderstatus mit Autonomierechten für den indischen Teil Kaschmirs aus der Verfassung gestrichen hatte. Der indische Unionsstaat Jammu und Kaschmir soll zudem aufgeteilt und der unmittelbaren Kontrolle Neu Delhis unterstellt werden.

Zehntausende Soldaten wurden in die Region geschickt, um Proteste gegen das Vorgehen der Regierung in Neu Delhi zu verhindern. Auch die Telefon- und Internetverbindungen wurden gekappt.

Im indischen Teil Kaschmirs sind tausende Menschen auf die Straßen gegangen, um gegen die Regierung in Neu Delhi zu protestieren. Manche warfen mit Steinen und benutzen Latten und Wellblech als improvisierte Schilde. Die Polizei setzte Tränengas und Schrotmunition ein.

Auch aus anderen Städten im Kaschmirtal wurden Zusammenstösse gemeldet. Erstmals seit 50 Jahren hätten sich die Spitzendiplomaten der Welt des Themas angenommen und über die ernste Lage in dem "besetzten Jammu und Kaschmir" beraten, twitterte er. Khan schrieb nach den Beratungen im Onlinedienst Twitter, der UN-Sicherheitsrat habe die "Pflicht", sich mit dem "Leid" der Menschen in Kaschmir zu befassen und eine Lösung zu finden. Mit der Neuregelung will der indische Premierminister Modi die Region stärker in das mehrheitlich hinduistische Indien integrieren.

"Wir brauchen keine internationalen Wichtigtuer, um uns sagen zu lassen, wie wir unser Leben führen sollen".

Angesichts der Verschärfung des Kaschmir-Konflikts appellierte US-Präsident Donald Trump an Pakistan, in Gespräche mit Indien einzutreten. Es habe eine "gute Diskussion" stattgefunden und beide hätten entschieden, "in ständigem Kontakt zu bleiben", sagte Pakistans Außenminister Shah Mehmood Qureshi in Islamabad. Das pakistanische Militär sei zu einer "eindrucksvollen Reaktion" bereit, sagte er bei einer Pressekonferenz mit dem Militärsprecher Asif Ghafoor. Vor den Zusammenstössen in Srinagar hatte ein hochrangiger Behördenvertreter mitgeteilt, dass die Telefonleitungen in Kaschmir am Freitagabend nach zwölf Tagen wieder freigegeben werden sollten.

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