Übernahmekampf um Osram: AMS AG plant ein Gebot "in letzter Sekunde"

Der Münchner Beleuchtungshersteller will nun doch bei einem baldigen Übernahmeangebot des Halbleiterherstellers AMS behilflich sein, das die Osram-Chefetage zuvor über Wochen vehement abgelehnt hatte.

Osram will auch dem zweiten Bieter, dem österreichischen Sensorenhersteller AMS, ein freundliches Übernahmeangebot ermöglichen. Das Angebot von Bain Capital und Carlyle ist bislang ohnehin auf ein sehr verhaltenes Echo bei den Osram-Aktionären gestoßen.

Zuvor hatten Bain Capital und The Carlyle Group ein Übernahmeangebot in Höhe von 35 Euro je Aktie für Osram unterbreitet, das auch von dem Unternehmen unterstützt worden war. Damit AMS-Chef Alexander Everke bei OSRAM zum Zuge kommt, müsste der Vorstand von OSRAM ein Stillhalteabkommen aufheben, das AMS für den Zugang zu den Büchern von OSRAM eingegangen war. Dieses zu Beginn der Due Diligence-Prüfung im Juni abgeschlossene Stillhalteabkommen untersagte es der in der Schweiz börsennotierten steirischen ams in der Zeit, Aktien von Osram zu erwerben.

Beide Seiten zeigten sich zuversichtlich, dass Osram sein Angebot wie gewünscht bis zum 5. September vorlegen könne. Das ist jener Tag, an dem das Konkurrenzangebot von Bain und Carlyle ausläuft.

AMS interessiert sich vor allem für das Automobilzuliefer- und Photonik-Geschäft von Osram. Dazu besteht das Unternehmen darauf, dass ams "angemessene Schutzzusagen" für die Mitarbeiter und "alle wesentlichen Unternehmensteile" abgibt.

Auf Osram-Seite gibt es die Befürchtung, dass die Steirer die Übername durch eine Zerschlagung gegenfinanzieren könnten, um nur jene Teile zu behalten, die für ams wichtig sind. Die beiden Unternehmen sind auf einigen Feldern direkte Konkurrenten.

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