Streit um iranischen Tanker: Gibraltar widersetzt sich den USA

Bild zu Supertanker mit iranischem Öl verlässt Gibraltar

Aus der Mitteilung der iranischen Regierung mit dem Verweis auf die Zeitung "Gibraltar Chronicle" geht hervor, dass man in dem britischen Überseegebiet aufgrund der Gesetze der Europäischen Union und der Unterschiede in den Gesetzlagen, die gegen den Iran in der EU und in den USA angewendet werden, dem Gesuch Washingtons zur Beschlagnahmung des Schiffes nicht nachkommen.

Die USA hatten noch versucht, den Supertanker mit seinem iranischen Öl dauerhaft festsetzen zu lassen: Doch nun ist die "Adrian Darya 1", ehemals "Grace 1", wieder in See gestochen.

"Hiermit bestätigen wir, dass unser Tanker nach 45 Tagen Gibraltar in Richtung internationale Gewässer verlassen hat", schrieb der Botschafter. Das inzwischen in "Adrian Darya 1" umbenannte Schiff begann sich um kurz vor Mitternacht in Richtung der Meerenge von Gibraltar in Bewegung zu setzen, wie GPS-Daten der Seite "Marinetraffic.com" zeigten - eine Seite zur Überwachung des Schiffsverkehrs. Das Ziel ist jedoch weiter unklar. Besatzungsmitgliedern von Schiffen, die durch den Transport iranischen Öls die Revolutionsgarden unterstützen, kann nach Angaben des US-Außenministeriums ein Visum für die Vereinigten Staaten verweigert werden.

Das oberste Gericht des britischen Überseegebiets an der Südspitze der iberischen Halbinsel hatte dem Tanker bereits am Donnerstag freie Fahrt gewährt.

Die Behörden in Gibraltar und die britische Royal Navy hatten den unter der Flagge Panamas fahrenden Tanker Anfang Juli vor Gibraltar wegen des Verdachts auf illegale Öllieferungen an Syrien festgesetzt.

Die Grace 1 wurde inzwischen in Adrian Darya-1 umbenannt und soll unter iranischer Flagge fahren, wie Teheran mitteilte.

Ein Bundesgericht in Washington hatte vergangenen Freitag die Beschlagnahmung dieses vor Gibraltar liegenden iranischen Öltankers, des in diesem Tanker vorhandenen Erdöls sowie von 995.000 Dollar Bankvermögen einer Firma, die Verbindungen zu dem Schiff haben soll, angeordnet. Die Regierung in Gibraltar wies den Antrag am Sonntag aber zurück.

Das US-Justizministerium begründete das damit, dass der Tanker an "illegalen" Lieferungen an Syrien beteiligt sei.

Der Kapitän und weitere Mitglieder der Besatzung wurden vorübergehend festgenommen, kamen aber wieder auf freien Fuß. Der Iran habe schließlich eingelenkt und das Ziel des Tankers geändert, teilte Gibraltars Regierung mit. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte die Revolutionsgarden im April als ausländische Terrororganisation eingestuft.

Hinter den Spannungen zwischen dem Iran und den USA steht der Atomstreit beider Länder.

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