Kinder von IS-Kämpfern an Deutschland übergeben

Drei Waisen und krankes Baby Deutschland holt erstmals IS-Kinder aus Syrien zurück. Demonstranten fordern vor dem Auswärtigen Amt in Berlin die Rückführung der Kinder von IS-Kämpfern aus Syrien

Kassel - Kinder von deutschen IS-Anhängern sollen erstmals an die Bundesrepublik Deutschland übergeben worden sein.

Rückkehr nach Ende des "Islamischer Staat"-Regimes: Vier deutsche Kinder konnten Syrien am Montag verlassen, wie eine Sprecherin des Auswärtigen Amts auf RTL-Anfrage erklärte: "Die Kinder wurden an der irakisch-syrischen Grenze von Mitarbeitern des Generalkonsulats Erbil in Empfang genommen und werden an die Angehörigen übergeben". Eine Delegation aus Deutschland habe die Kinder am Montag in Empfang genommen, sagte der Behördenvertreter Fanar Kait, der in der kurdischen Selbstverwaltung für Auswärtige Angelegenheiten zuständig ist, bei einer Pressekonferenz am Grenzübergang Simalka. Nach "Spiegel"-Informationen handelt es sich um die Kinder von zwei getöteten IS-Anhängerinnen aus Baden-Württemberg und Hessen". Von dort aus reisen Kinder und Angehörige nach unserer Kenntnis nach Deutschland aus. Dazu kämen 21 Kinder von Deutschen, die aber keine deutsche Staatsangehörigkeit hätten, sowie Dutzende Frauen und 66 Männer, von denen mehr als 40 an Kriegsverbrechen beteiligt sein sollen. Die beiden Mütter waren demnach bei den Kämpfen um die letzte IS-Bastion in Syrien getötet worden.

Derzeit gibt es keine diplomatische Vertretung Deutschlands in Syrien. Ein Gericht entscheidet, dass Deutschland in der Pflicht sei, sie zurückzuholen.

Für die Bundesregierung war die Rückholaktion eine Premiere: Deutschland hat bereits vereinzelt Kinder deutscher Mütter zurückgeholt, die im Irak in Haft sind.

Der Rückführung der drei Waisenkinder war den Berichten zufolge eine Entscheidung des Berliner Verwaltungsgerichts vorausgegangen.

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