Restaurantkette : Vapiano-Chef verlässt Unternehmen

Restaurantkette : Vapiano-Chef verlässt Unternehmen

Hinzu kamen Probleme beim Verkauf der sechs Filialen in den USA: Anfang des Jahres verkaufte Vapiano das US-Geschäft um 20 Millionen US-Dollar an einen kalifornischen Dienstleister. Die Umsetzung muss jemand anderes übernehmen. In einer Mitteilung des Unternehmens wurden persönliche Gründe genannt. Vapiano hatte im vergangenen Jahr einen Verlust von 101 Millionen Euro bei 273 Millionen Euro Umsatz eingefahren. Dies lag vor allem an hohen Abschreibungen und höheren Betriebskosten durch das schnelle Wachstum der Kette. Auf gleicher Fläche - also ohne Berücksichtigung der neuen Restaurants - sank der Umsatz um ein Prozent.

Erst im Dezember hatte Cornelius Everke seinen Posten als Vorstandschef bei Vapiano angetreten. Die Aufsichtsratsvorsitzende Vanessa Hall soll Vapiano vorübergehend bis April 2020 führen.

Cornelius Everke: "Ich danke der Vapiano SE für das entgegengebrachte Vertrauen". Die dauerhafte Nachfolge soll in einem "strukturierten Prozess" gefunden werden.

Der Aufsichtsrat will in seiner nächsten Sitzung den Vertrag mit Finanzchef Lutz Scharpe für weitere drei Jahre bis Juni 2023 verlängern. In der Mitteilung von Sonntagabend betont das Unternehmen, Kontinuität auf der Position des Finanzvorstands zu wollen.

Das scheint angesichts der Entwicklungen der vergangenen Monate auch notwendig.

Zuvor hatte Vapiano drei Mal im Frühjahr die Vorlage des Jahresabschlusses verschoben und dies mit Verhandlungen wegen eines Kredits über 30 Millionen Euro begründet. Rund vier Wochen später gab es dann erst den Jahresabschluss. Seit dem Börsegang 2017 hat der Aktienkurs rund 80 Prozent ihres Wertes eingebüßt. In 33 Staaten ist Vapiano inzwischen präsent mit rund 230 Restaurants, die meisten davon in Deutschland.

Doch die Probleme sind nicht nur im Ausland zu suchen. Er setzte auf eine Verschlankung der Menükarte und verbesserte Arbeitsabläufe - lange Warteschlangen hatten mancherorts Kunden verärgert.

Vapiano hatte zuletzt 49 verschiedene Gerichte dauerhaft auf der Karte plus 10 saisonale Angebote. Zudem konnten Kunden unter elf verschiedenen Pastasorten wählen. Das sei zu viel, zumal das Bestellungen kompliziert mache, sagte Everke im Juni. Einen asiatischen Salat brauche man zum Beispiel künftig nicht mehr. Everke plante, die Betriebsabläufe in den Restaurants effizienter zu gestalten und die umfassende Speisekarte wieder auf das Kernangebot der italienischen Küche zu reduzieren.

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