Bonusprogramm "Priceless Specials": Datenleck bei Mastercard schlimmer als erwartet

Mastercard

Bei dem Datenleck im Mastercard-Bonusprogramm "Priceless Specials" sind auch Listen mit vollständigen Kartennummern von Zahlungskarten in Umlauf gelangt. Gratis. Plus: Mit einem Online-Tool prüfen Sie, ob es Sie auch erwischt hat. Mastercard teilte am Montag mit, das Bonusprogramm sei vorsorglich gestoppt worden.

Mastercard nennt in der Mail einige Details zu dem Leak.

Mastercard verwies darauf, dass der Dienstleister "einen Sicherheitsvorfall erlitten" habe. Die können Kunden von "Priceless Specials" gegen Prämienpunkte erwerben und haben teilweise einen Wert von mehreren hundert Euro. Mastercard Deutschland teilte Kunden und Kundinnen heute mit, dass "möglicherweise" auch ihre Zahlungskartennummer betroffen sei, mit der sie sich bei dem Programm angemeldet hatten.

Veröffentlicht wurde zwar die Kartennummer und das ist alles andere, als gut, aber Prüfziffer und Ablaufdatum der Karten sind nicht im Netz gelandet und die braucht man in der Regel um Missbrauch zu betreiben. Das teilten einige Leser heise Security mit. Allerdings würden zu den Nummern alle weiteren Angaben wie Inhabernamen, Ablaufdatum oder CVC fehlen. Herkunft und Echtzeit dieser neu aufgetauchten Daten sind derzeit aber unbekannt.

Der Datenleak ist für die Betroffenen also offensichtlich schlimmer als zunächst behauptet.

Denn bisher hieß es, komplette Kreditkartennummern seien nicht frei zugänglich gewesen. Eine echte Bestätigung oder gar eine Entschuldigung gibt es von Mastercard auch drei Tage später nicht. Wir haben Sie als eine der Personen identifiziert, deren personenbezogene Daten betroffen sein könnten.

Mastercard wird Sie niemals direkt anrufen oder direkt per E-Mail kontaktieren, um persönliche Daten oder Kontoinformationen anzufordern. Und weiter: "Betrügerische Anrufe, SMS oder E-Mails sollten Sie der Polizei und den zuständigen Behörden melden". Bei dem kostenlosen Programm bekommt man für Transaktionen Bonuspunkte, die gegen Prämien eingetauscht werden können.

Mastercard arbeite eng mit den zuständigen Behörden zusammen, um den Datenleak zu untersuchen. Dies beinhalte die Information und Unterstützung der betroffenen Karteninhaber.

Außerdem besteht weiterhin die Gefahr, dass Betrüger Phishing-E-Mails oder postalische Schreiben im Design von Mastercard aufsetzen, um betroffene Kunden auf eine Internetseite zu locken.

Das Hasso-Plattner-Institut hat einen Online-Checker eingerichtet, der die beiden Datensätze auf eigene Daten prüfen lässt.

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