Dax schließt im Minus - Handelskrieg mit neuer Wucht zurück

Was tun wenn die US-Wirtschaft Schwächen zeigt? Fed Chef Jerome Powell versucht Trump zu ignorieren

Powell benannte zwar eine Reihe von Risiken für die US-Konjunktur. Doch die Notenbank hält sich alle Optionen offen. Dieser hatte kurz zuvor eine Rede gehalten, ohne dabei konkrete Schritte wie Zinssenkungen anzukündigen. Das dürfte vor allem Präsident Trump ärgern.

US-Präsident Donald Trump hat nach einer mit Spannung erwarteten Rede von US-Notenbank-Chef Jerome Powell seine Kritik am obersten Währungshüter der USA verschärft. Mester hatte die Zinssenkung im Juli nicht unterstützt. Er bezeichnet US-Notenbank als Feind.

Powell verwies auf die Unsicherheit die von der Handelspolitik ausgehe. Die Zentralbank werde ihren weiteren Kurs im Lichte weiterer Wirtschaftsdaten festsetzen, hieß es.

Ende Juli hatte die Fed den Leitzins zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren gesenkt. Die Fed wollte damit einem möglichen Einbruch des Wirtschaftswachstums zuvorkommen.

Die nächste Zinsentscheidung der Fed steht am 18. September an. Und seit Ende Juli hat sich schon wieder einiges getan.

Neue Vergeltungszölle Chinas und eine von den USA daraufhin angekündigte Reaktion haben vor dem Wochenende den Handelskrieg wieder in die Mitte des Börsenparketts gerückt. Zudem belaste sie die Industrie und die Investitionen in den USA. Aus Sicht von Uwe Burkert, Chefvolkswirt der LBBW, ist es wegen der politischen Entwicklung und der bereits festgefügten Markterwartungen allerdings zunehmend wahrscheinlich, dass die Fed im September die Zinsen nach unten setzen wird. Die "ahnungslose" Fed habe die Zinsen "zu schnell, zu wild" erhöht, sagte Trump. Seine Vorgänger kritisierten die Geldpolitik der Notenbank nicht direkt. Trump hatte in der Vergangenheit wiederholt eine deutliche Zinssenkung von der Fed gefordert. Seit einiger Zeit ist die US-Regierung sehr bemüht, die Wirtschaft des Landes stark zu reden. Doch das unabhängige Budgetbüro des Kongresses (CBO) veröffentlichte am Mittwoch eine Schätzung zu den Kosten - die die jüngste Eskalation mit neuen Strafzöllen noch nicht mal mit einkalkulierte. Die Handelskonflikte werden das Einkommen jedes amerikanischen Haushalts bis 2020 rechnerisch um 580 US-Dollar (523 Euros) verringern, wie das CBO erklärte. Die Auktion erbrachte eine durchschnittliche Rendite von minus 0,11 Prozent, womit der Bund über die Laufzeit einen kleinen Einnahmeüberschuss erzielt - obwohl er Kreditnehmer ist.

US-Medienberichten zufolge kam es am Mittwochnachmittag erneut kurzzeitig zu dem Warnsignal am Anleihenmarkt, der sogenannte inversen Zinskurve. In diesem Fall sind die Zinsen bestimmter langfristiger US-Staatsanleihen geringer als jene kurzfristiger Papiere. Das lässt auf großen Pessimismus bei Investoren schließen. Aktuell befinde sich die Wirtschaft in einer "günstigen Position", sagte er am Freitag auf der alljährlichen Notenbank-Konferenz in Jackson Hole in Wyoming. Die Unterhändler hätten am Dienstag telefoniert und würden in den kommenden Tagen erneut miteinander sprechen, sagte Larry Kudlow, der Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, am Donnerstag (Ortszeit) im Gespräch mit dem Nachrichtensender Fox Business.

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