Großbritannien: Teenager aß nur Pommes und Chips - und ist jetzt blind

Jeden Tag Pommes essen? Gesund ist das nicht wie dieser Fall zeigt

Und er hatte auch den ärztlichen Rat, seine Ernährung umzustellen, nicht befolgt. Obwohl der Junge, dessen Name nicht veröffentlicht wurde, bereits im Alter von 14 Jahren unter ständigem Unwohlsein und Müdigkeit litt, hielt er sich nicht an die damals verordnete Diät und ernährte sich weiterhin nur von Fast Food. Pommes und Chips seien die einzigen Dinge, die er ohne Probleme essen könne. Augenärzte im englischen Bristol kümmerten sich um den jungen Mann, nachdem sich sein Sehvermögen bis zur Erblindung verschlechtert hatte.

Es ist ein besonders trauriger Fall, der im US-Fachjournal "Annals of Internal Medicine" geschildert wird.

Der Teenager habe sich im Wesentlichen "von einer Portion Pommes täglich aus dem örtlichen, Fish and Chips'-Laden" ernährt, zitierte die BBC die behandelnde Ärztin Denize Atan von der Augenklinik in Bristol. Obst und Gemüse kamen auf dem Speiseplan so gut wie nie vor. Der Junge erklärte laut der Augenärztin, er habe eine Aversion gegen die Konsistenz vieler Lebensmittel.

Weil ein Jugendlicher aus Großbritannien nur Pommes, Chips und Weißbrot aß, ist er beinah vollständig erblindet. Aber auch diverse andere Vitamine wie Vitamin D und Mineralien wie Kupfer und Selen hatten erschreckend niedrige Werte.

Der junge Patient war nicht über- oder untergewichtig, aber stark unterernährt. In Bezug auf seinen Sehverlust erfüllte er die Kriterien, um als blind eingestuft zu werden. Er habe blinde Flecken genau in der Mitte seines Sichtfeldes, könne also weder Autofahren noch lesen, fernsehen oder Gesichter erkennen. Nur sein peripheres Sehen ist laut Dr. Atan noch intakt. Dort stellten die Ärzte fest, dass sein Sehnerv mittlerweile irreparabel geschädigt war. Wenn sie jedoch zu lange unbehandelt bleibt, sterben die Nervenfasern im Sehnerv ab und der Schaden wird dauerhaft.

Obwohl solche extremen Fälle nur sehr selten vorkämen, rät die Ärztin Eltern dazu, bei einem besonders wählerischen Essverhalten der Kinder aufmerksam zu werden. Multivitamintabletten könnten, das betonte Dr. Atan gegenüber BBC, in Ausnahmefällen die Ernährung unterstützen. "Es ist viel besser, Vitamine durch eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung aufzunehmen", sagte die Medizinerin und fügte hinzu, dass eine zu große Menge bestimmter Vitamine, einschließlich Vitamin A, schädlich sein kann.

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Jedoch könne sie ebenso das Nervensystem (vor allem den Sehnerv) schädigen, besonders in Kombination mit Rauchen oder Trinken. Der normalgewichtige Teenager erklärte laut der Augenärztin, er habe eine Abneigung gegen die Konsistenz vieler Lebensmittel .

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