2:0 - DFB-Team wackelt sich in Nordirland zum Sieg

Auswärtssieg

Der Auftritt der Deutschen bei ihrem 2:0-Sieg in Belfast gegen Nordirland durch ein schönes Tor von Halstenberg (48. Minute) und dem Treffer von Gnabry in der Nachspielzeit machte aber auch deutlich, wie weit die Mannschaft von der internationalen Spitze entfernt ist.

Bundestrainer Löw und sein Team erwischten erneut keinen Sahnetag in der EM-Qualifikation.

Ein mühevoller Sieg für Deutschland: die DFB-Elf schlägt Nordirland mit 2:0 in der EM-Qualifikation.

Das Team von Joachim Löw zeigte zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten: In der ersten kam die deutsche Nationalmannschaft nur langsam ins Spiel und hatte mit couragiert auftretenden Nordiren starke Probleme. Für Jonathan Tah und den verletzten Nico Schulz rückten gegen Nordirland Julian Brandt und Halstenberg ins Team.

Löw kündigte zudem an, gegen die noch ungeschlagenen Nordiren in der Defensive von einer Dreier- auf eine Viererkette umstellen zu wollen. Doch dieser Plan ging zunächst nicht auf.

"In der ersten Halbzeit war es schwierig". Erst nach 25 Minuten wurde das Spiel der Deutschen sicherer. Immerhin kamen die Deutschen in der Nachspielzeit der ersten Hälfte noch zu einer richtig guten Chance. Manuel Neuer war als Rückhalt im Tor erstaunlich oft gefordert. Es lief die 27. Minute, als Toni Kroos mit einem feinen Diagonalpass Lukas Klostermann freispielte. Nach der folgenden Ecke kam Innenverteidiger Niklas Süle zum Abschluss; seinem Versuch fehlte allerdings die nötige Wucht.

Die beste Gelegenheit zur Führung bot sich aber den Nordiren kurz vor der Pause, als Neuer den Ball nach einer scharfen Hereingabe nicht zu fassen bekam - der Ball lag für einen Moment frei im Fünfmeterraum, aber Washington brachte ihn im Fallen nicht über die Linie. Den Schuss des freistehenden Washington wehrte er mit einem Arm gerade noch ab.

In der Halbzeit hatte Löw offenbar die richtigen Worte an seine Mannschaft gerichtet, denn die übernahm direkt die Spielkontrolle - und das sollte sich rasch auszahlen: Flanke Klostermann, Kopfballverlängerung Brandt, Dropkick Halstenberg - Führung für Deutschland (48.). "Ich habe den Ball einfach überragend getroffen, er fliegt perfekt rein - das hat so ein bisschen die Dose geöffnet", sagte Halstenberg. Für den Linksverteidiger von RB Leipzig war es im vierten Länderspiel der erste Treffer.

Es folgte eine Phase von gut 10 Minuten, in der sich Deutschland einige gute Möglichkeiten herausspielte, jedoch keine davon nutzte. Serge Gnabry verfehlte nach einem Doppelpass mit Brandt nur knapp das Tor, beim Schuss von Timo Werner lenkte Peacock-Farrell den Ball noch um den Pfosten. Anschließend scheiterte auch noch Werner (53.). Stuart Dallas verzog nach starker Vorarbeit des eingewechselten Gavin Whyte nur knapp (63.). "Sicher ist Kai Havertz ein Kandidat für die Startelf", sagte Löw über den 20 Jahre alten Mittelfeldspieler, der gegen die Niederlande in der 61. Minute für Timo Werner eingewechselt worden war.

Die Nordiren blieben aber gefährlich. Gnabry sorgte mit seinem neunten Länderspieltor im zehnten Spiel für die Entscheidung.

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