CIA musste Spion aus Russland abziehen - wegen Trump

Bild zu Kreml in Moskau

Vielmehr hätten Spekulationen in amerikanischen Medien den Informanten gefährdet.

Eine Quelle, die an den Verhandlungen direkt teilgenommen haben soll, erklärte demnach, es habe Bedenken gegeben, dass der laxe Umgang Trumps und seiner Administration mit Geheimdokumenten "zur Enttarnung des Spions beitragen könnte".

Ein russischer Informant für die USA mit direktem Kontakt zu Kremlchef Wladimir Putin soll nach US-Medienberichten im Jahr 2017 abgezogen worden sein. Das berichten der US-Nachrichtensender CNN und die "New York Times" unter Berufung auf Regierungskreise. Der Sender zitiert dazu mehrere Regierungsmitarbeiter, ohne jedoch Namen zu nennen.

Der Spion sei demnach nach einem "Höhepunkt monatelanger Angst" bei den US-Geheimdiensten in Sicherheit gebracht worden - das sei kurz nach einem Treffen Trumps mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow in Washington gewesen. Vorausgegangen sein soll ein Treffen des Präsidenten Donald Trump mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow und dem russischen Botschafter Sergej Kisljak.

Auch die "New York Times" berichtete über den Fall. Das Weiße Haus und die CIA haben der Darstellung des US-Senders widersprochen.

Ein hochrangiger Beamter des Außenministeriums in Moskau kritisierte den Bericht am Montag als schlicht falsch.

Für die Geheimdienste dürfte der Verlust der Quelle einen erheblichen Rückschritt bedeutet haben. Der Präsident sei über den Abzugsplan informiert gewesen, so CNN. Die Identität des Spions sei weiterhin geheim.

Auf Twitter schreibt er: "Eine Quelle an einer Schlüsselposition anzuwerben, ist extrem schwierig". Sowas kann nur einmal in einer Generation passieren, wenn überhaupt. Ihn oder sie zu schützen, beutet eine große Herausforderung.

Das Vertrauensverhältnis zwischen Donald Trump und der CIA ist zerrüttet. Dazu habe er jedes Recht, polterte Trump damals auf Twitter. Diese Einschätzung vertritt auch John Sipher, der 28 Jahre lang auf hohem Level in der CIA gearbeitet hat. "Die Veröffentlichung dieses Bildes scheint nicht dem üblichen Umgang der US-Politik mit solchen Informationen zu entsprechen", schrieb zum Beispiel eine Satellitenbild-Expertin von der Universität Stanford.

Hat Russland zugunsten von Trump in die US-Wahl eingegriffen? Der Präsident wiederum hat sich immer wieder skeptisch dazu geäußert. Seine Informationen hätten auch maßgeblich zu Schlussfolgerungen des Geheimdienstes geführt, dass Putin die Einmischung Moskaus in den amerikanischen Wahlkampf 2016 befohlen habe. Unter anderem habe er heimlich Dokumente auf dem Schreibtisch des russischen Präsidenten abfotografiert.

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