Indien: Indien verliert Kommunikation zu Mond-Sonde

Schicksal von „Vikram“ unklar Indien verliert Kontakt zu seinem Mond-Lander

Nachdem der Abstieg und die massive Abbremsphase gänzlich nach Plan verliefen, verlor die Bodenstation im indischen Bangalore auf 2,1 Kilometern oberhalb der Mondoberfläche den Kontakt mit "Vikram".

Kurz vor ihrer ersten geplanten Mondlandung hat Indiens Raumfahrtbehörde ISRO nach eigenen Angaben den Kontakt zu ihrem Lander "Vikram" verloren. "Die Daten werden ausgewertet".

Demnach ist die Landefähre "Vikram" zwar nicht zerschellt, aber noch ist unklar, in welchem Zustand sie sich befindet. Indien hatte versucht, das vierte Land zu werden, dem eine kontrollierte Landung auf dem Mond gelingt - nach den USA, der Sowjetunion und China. "Lasst uns das Besete hoffen", sagte Premierminister Narendra Modi, der die Aktion im Kontrollzentrum Bengaluru verfolgte. "Ihr habt Euer Bestes gegeben". Die Trägerrakete mit "Vikram" an Bord war am 22. Juli vom Weltraumbahnhof Satish Dhawan im südindischen Unionsstaat Andhra Pradesh gestartet. "Chandrayaan" bedeutet auf Sanskrit "Mondfahrzeug".

Dort hatten die Wissenschaftler den Landeanflug zunächst in gehobener Stimmung verfolgt. Kurz vor der Landung nabelte sich das Landemodul Vikram vom Mutterschiff ab und sank in Richtung Mondoberfläche.

Ein Schock für viele, vor allem aber für Kailasavadivoo Sivan, Direktor der indischen Raumfahrtbehörde ISRO. Am Samstag sollte er auf dem Mond-Südpol aufsetzen.

Landungen auf fremden Himmelskörpern seien besonders schwierig und in die Landung könne man von der Erde aus kaum eingreifen, sagte Ralf Jaumann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Nach der derzeitigen Planung soll der Orbiter ein Jahr lang den Mond umrunden und dabei die Mondoberfläche mit Kameras, Messinstrumenten und Röntgenstrahlen untersuchen. Diese Phase hatte ein Verantwortlicher im Vorfeld als "15 Minuten des Grauens" bezeichnet.

An einem ähnlichen Manöver war im April eine privatfinanzierte israelische Mondmission gescheitert. In der Region war Anfang 2019 schon die chinesische Sonde "Chang'e 4" gelandet. Indien hat den Kontakt zu seinem Mond-Lander "Vikram" verloren.

Während die Forschung auf der Oberfläche für etwa zwei Wochen vorgesehen war, soll Chandrayaan-2 im Mondorbit ein bis zwei Jahre Dienst verrichten.

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