Nach Massaker in Walmart-Filiale: US-Apothekenketten verbieten das Tragen von Schusswaffen

Die Drogerieketten CVS und Walgreens sowie die Lebensmittelkette Wegmans Food Market haben sich den Einzelhändlern angeschlossen die keine offen getragenen Schusswaffen mehr zulassen wollen. /AP

Innerhalb weniger Tage haben sich in den USA Einzelhändler mit zusammen fast 30.000 Filialen gegen das offene Tragen von Waffen in ihren Geschäften ausgesprochen. Wegmans wiederum will, ebenso wie Walgreens, zumindest das offene Tragen von Waffen verhindern und erklärte zur Begründung: "Der Anblick von jemanden mit einer Waffe kann Angst und Erschrecken auslösen". Walmart hatte erklärt, es habe deswegen zuletzt vermehrt Vorfälle gegeben, bei denen Mitarbeiter oder Kunden verängstigt gewesen seien. Filialen mussten vorsorglich evakuiert und die Polizei verständigt werden. "Diese Vorfälle sind besorgniserregend und wir würden sie gerne vermeiden", erklärte Walmart. Missverständnisse könnten dabei leicht zu "tragischen Ergebnissen" führen, hieß es weiter. Das verdeckte Tragen von Waffen bleibt weiter erlaubt. Beim Einzelhandelsriesen Walmart wird man schnell fündig: Von der Handfeuerwaffe bis hin zu Munition für Sturmgewehrmagazine mit großer Kapazität gibt es alles, was des Waffenfreundes Herz freudig springen lässt. Es brauche vor Waffenkäufen strengere Überprüfungen der Kunden, erklärte eine Geschäftsführerin des Unternehmens, Jessica Adelman, gegenüber dem Sender CNBC.

Waffen im Walmart-Sortiment: Die US-Kaufhauskette will den Verkauf von Munition für bestimmte Waffentypen einschränken. "Es ist beschämend zu sehen, dass sich Walmart dem Druck der Anti-Waffen-Eliten beugt", erklärte die National Rifle Association (NRA).

Demnach würden sich Kunden anderen Händlern zuwenden, "die die amerikanischen Grundrechte stärker unterstützen". Die NRA ist eine der mächtigsten Lobbygruppen in den USA.

Einer der opferreichsten Schusswaffenangriffe der jüngsten Zeit in den USA war vor gut einem Monat in einem Walmart im texanischen El Paso verübt worden. Am vergangenen Sonntag tötete dann ein Amok-Schütze im westlichen Texas sieben Menschen. In den USA sterben jedes Jahr rund 40.000 Menschen in Folge von Schusswaffengebrauch.

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