Tödlicher SUV-Unfall in Berlin - Polizei sucht Zeugen | Welt

Greenpeace-Protest gegen SUVs

Der schwere SUV-Unfall kostete vier Menschen das Leben.

Ein SUV war am Freitagabend von der Straße abgekommen und hatte vier Fußgänger an einer Ampel tödlich verletzt, darunter einen dreijährigen Jungen. Der 42-jährige Mann könnte am Freitagabend nach ersten Hinweisen und Erkenntnissen am Steuer einen epileptischen Anfall erlitten haben, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Ermittlerkreisen erfuhr. Nach "Tagesspiegel"-Informationen sagte die Mutter und Beifahrerin des Fahrers den Ermittlern, er habe kurz vor der Fahrt noch Medikamente genommen". Die Staatsanwaltschaft, die die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung führt, teilte lediglich mit: "Eine Ermittlungsgruppe der Polizei soll im Auftrag der Staatsanwaltschaft die Umstände des Unfalls aufklären". Polizeipräsidentin Barbara Slowik sagte: "Wir schließen nach wie vor definitiv medizinische Gründe nicht aus".

Am Montag verdichteten sich die Hinweise auf einen möglichen medizinischen Notfall des Fahrers. Das sagte ein Sprecher der Polizei am Montagmorgen. Die Polizei hat erste Hinweise auf die Ursache, doch ist weiter auf der Suche nach Zeugen. Anwohnern zufolge überholte der SUV den stehenden Verkehr an der Ampel sehr schnell auf der Gegenfahrbahn und geriet auf den Gehweg.

Wie die "Berliner Morgenpost" berichtet, soll das Kennzeichen des Porsches bislang in keinem Raser- oder vergleichbarem Strafverfahren aufgetaucht sein.

Am Samstagabend kamen rund 500 Menschen zu einer Mahnwache an die Kreuzung Invalidenstraße/Ackerstraße. Der Unfall wäre mit einem Familienkombi nicht anders ausgegangen, so Rodenkirch. Während der Umweltverband BUND die Autokonzerne aufforderte, aufzuhören, besonders große Autos zu bauen, verlangen die Grünen, die Zahl von SUVs in besonders sensiblen Gebieten zu begrenzen: "Wir brauchen eine Obergrenze für große SUVs in den Innenstädten", sagte der stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Oliver Krischer, dem Tagesspiegel.

Nach dem Unfall am Wochenende hatte der Bezirksbürgermeister von Berlin-Mitte, Stephan von Dassel (Grüne), gesagt: "Solche panzerähnlichen Autos gehören nicht in die Stadt". "Das ist nicht nur die Sprache, sondern auch die Logik der AfD: Vor- und Pauschalurteile über eine Gruppe, bevor alle Tatsachen bekannt sind", sagte Teuteberg in Berlin. Es sei erschreckend, wie der fürchterliche Verkehrsunfall in Berlin von Grünen und Deutscher Umwelthilfe instrumentalisiert werde, fügte Buschmann hinzu. "Fordern die Grünen ein Verbot für E-Autos?" Der Unfall von Berlin befeuert die.

Der Unfall löste eine Diskussion über SUV in Innenstädten aus.

Der Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA) betont, SUV würden im Schnitt in etwa so viel CO2 ausstoßen wie Mittelklasse-Pkw. "Sie sind eine Gefahr gerade für Fußgänger und Radfahrer", sagte er der Zeitung weiter. Das gelte vor allem für die Faktoren angepasste Geschwindigkeit, Alkohol und Ablenkung.

Epilepsien zählen zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Es gebe unterschiedliche Epilepsieformen mit auch teilweise mehreren verschiedenen Anfallstypen.

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