Trump bricht Gespräche mit Taliban ab

Donald Trump spricht an einem Mikrofon

Die Friedensverhandlungen zwischen den USA und den Taliban wurden in den vergangenen Monaten generell von Gewalt überschattet.

Zabihullah Mudschahid, ein Sprecher der Taliban, erklärte nach der überraschenden Absage des US-Präsidenten, dass diese Entscheidung "zu mehr Verlusten" bei US-Truppen führen wird.

"Welche Leute würden so viele töten, nur um scheinbar ihre Verhandlungsposition zu stärken", schrieb Trump. In seiner typischen Twitter-Diplomatie erklärte er, wenn sie nicht in der Lage wären, sich während den "sehr wichtigen Friedensgesprächen" auf einen Waffenstillstand zu einigen, dass sie dann "vermutlich nicht die Macht haben", ein Abkommen auszuhandeln.

Ein weiterer möglicher Bestandteil, über den spekuliert wurde, waren Gespräche zwischen der afghanischen Staatsführung und den Taliban. Dass Trump aus dem aggressiven Verhalten der Islamisten Konsequenzen zieht, stösst in Washington durchaus auf Zustimmung: Als Details des Vertragsentwurfs bekannt wurden, sahen Kritiker ihre Befürchtungen bestätigt, dass Trump Afghanistan im Zweifelsfall den Taliban überlassen würde, wenn er sich im Präsidentschaftswahlkampf 2020 nur als derjenige hinstellen könnte, der den mittlerweile seit 18 Jahren andauernden Einsatz der US-Truppen beendet hat. Bereits am Donnerstag starben zehn Afghanen, ein Rumäne und ein US-Soldat, als eine Autobombe explodierte. Für den heutigen Sonntag geplante separate Geheimtreffen mit Führern der radikalislamischen Gruppe sowie dem afghanischen Staatschef Aschraf Ghani in Camp David habe er zudem abgesagt, teilte Trump am Samstagabend auf Twitter mit. Es sei unklar, wie viele Opfer es bei den Kämpfen gegeben habe. Der US-Gesandte für Afghanistan, Zalmay Khalilzad, sagte zuletzt bei einem Kabulbesuch, er stehe kurz vor einem Abkommen, das nur noch der Zustimmung Trumps bedürfe.

Trotzdem strebe er weiterhin den Abzug der rund 14'000 US-Soldaten aus Afghanistan an, sagte Trump vor Medienvertretern im Weissen Haus. "Die Schlüsselfiguren der Taliban werden sich doch nicht leichtfertig auf US-Territorium begeben, wo ihnen im schlimmsten Fall sogar die Festnahme droht", sagte ein Afghanistan-Kenner dieser Zeitung. Dieses hätte auch den Weg für einen Abzug der rund 5.000 Soldaten aus dem Land öffnen sollen.

Die paschtunischen Islamisten hatten nämlich Ende der 1990er und Anfang der Nullerjahre dem Saudi Osama bin Laden Unterschlupf gewährt, als dessen al-Qaida Attacken auf das World Trade Center und das Pentagon plante. Die Taliban wollen den Wahltermin aber durchkreuzen.

Die USA und die Taliban sprachen seit Juli 2018 über eine politische Lösung des bald 18 Jahre dauernden Konflikts in Afghanistan. Denn dass sie wieder nach der ganzen Macht in Afghanistan greifen wollen, daraus machen die Taliban kein Geheimnis. In der Folge sollten innerafghanische Friedensgespräche geführt werden. Jäger ist dort der "Islamische Staat", der die Taliban als zu weich ablehnt, seinerseits Anschläge begeht und vermutlich auch der internationalen Dschhihadisten-Gemeinde seine Tore öffnen würde. Trump verfolgt generell den Kurs - und hat dies seinen Anhängern versprochen, möglichst viele US-Soldaten in die Heimat zurückzuholen und die Rolle der USA als "Weltpolizist" zu beenden.

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