Linke in neuer Umfrage erneut stärkste Kraft in Thüringen

Ministerpräsident Bodo Ramelow kann nach derzeitigem Stand ein Regierungsbündnis mit SPD und Grünen nicht fortführen

"Wir wollen Rot-Rot-Grün", sagt die Parteichefin. Auch eine Mehrheit unter Führung der CDU ist nicht in Sicht. Die CDU stabilisiert sich auf niedrigem Niveau bei 22 Prozent (plus 1 Prozentpunkt). Das sind drei Prozentpunkte mehr als bei einer MDR-Umfrage vom Juli. Laut Umfrage ist jeder zweite Thüringer zufrieden oder sehr zufrieden mit ihm (65 Prozent). Doch die Regierungspartner mussten Verluste hinnehmen: Die SPD kommt jetzt nur noch auf sieben Prozent, die Grünen auf acht Prozent. Auch die Konjunktur der Grünen schwächelt: Die Partei liegt nur noch bei 8 Prozent, das ist ein Minus von drei Prozentpunkten. Zusammen käme ein Bündnis aus Linke, SPD und Grünen so nur auf 43 Prozent. Die FDP muss mit fünf Prozent um den Einzug in den Landtag bangen.

Auf der anderen Seite reicht es aber auch nicht für eine Koalition unter Führung der CDU, da sie Bündnisse mit Linke oder AfD kategorisch ausgeschlossen hat. Sie sei guter Dinge, dass die Linke noch mal zulegen werde und dabei die aktuellen Koalitionspartner vielleicht noch etwas mitziehen könne.

Auf die Frage, ob die Linke über eine Zusammenarbeit mit der CDU nachdenken müsse, hat deren Landesvorsitzende Susanne Hennig-Wellsow eine klare Antwort: "Nein!"

Während die CDU eine Minderheitsregierung bisher ausschloss, brachte MP Bodo Ramelow die Option ins Gespräch.

Aber noch erscheint alles offen. Im aktuellen Landtag ist die FDP nicht vertreten. Bei dieser Konstellation würde es knapp für eine rot-rot-grüne Mehrheit reichen.

Für die Umfrage wurden in Thüringen 1001 Menschen im Zeitraum vom 10. bis zum 14. September befragt. Die Schwankungsbreite bei der Prognose liegt je nach Höhe des Parteiergebnisses zwischen 1,4 und 3,1 Prozentpunkten.

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