Notenbank kommt Trump entgegen - Fed senkt Leitzins um 0.25 Prozentpunkte

Eurozone legt vor Fed zieht nach

Analysten hatten mit dieser Entscheidung gerechnet. Er wütet bereits auf Twitter, während der Schritt innerhalb der Fed umstritten ist.

Die Fed senkte wie wie von den meisten Experten erwartet den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte. Sie kappte ihn am Mittwoch um 0,25 Prozentpunkte auf die neue Spanne von 1,75 bis 2,0 Prozent.

Die Zentralbank geht von einer weiter "moderat" wachsenden US-Wirtschaft aus, Exporte und Investitionen seien jedoch zuletzt zurückgegangen, erklärte die Fed in ihrer Entscheidung. Der von Präsident Donald Trump angezettelte Handelskrieg mit China lastet auf der Konjunktur. Powell verwies vor Journalisten zudem mehrfach auf die Risiken der von Präsident Donald Trump angezettelten Handelskonflikte.

An einer Stelle fragte sich Trump gar, wer "unser größerer Feind ist, Jay Powell oder (Chinas Partei-) Vorsitzender Xi?" Trotz der harschen Kritik Trumps stellte der Fed-Chef keine weiteren Zinssenkungen in Aussicht. Zuletzt forderte er sogar, den Leitzins auf "Null oder weniger" abzusenken.

Powell sagte vor der Presse auf die Kritik Trumps angesprochen, dass er sich generell nicht zu Kommentaren von "gewählten Amtsträgern" äußere.

Die Zinsentscheidung war im geldpolitischen Ausschuss der Notenbank nicht einstimmig gefallen.

Die Fed erklärte zudem - wie bereits im Juli - dass die Zentralbank alle wirtschaftlichen Daten weiter genau verfolge und "angemessen" handeln werde, um die Arbeitslosigkeit niedrig und die Inflation nahe dem Ziel von 2 Prozent halten werde. Die Währungshüter hatten erst Ende Juli entschieden, den Abbau ihrer in den Jahren nach der Finanzkrise kräftig angewachsenen Wertpapierbestände in der Bilanz im August vorzeitig abzubrechen. "Falls die Wirtschaft einbrechen sollte, dann könnte eine weitgehendere Folge von Zinssenkungen angebracht sein", sagte Powell. Mit der erneuten Zinssenkung signalisierte die Fed auch, dass sie im Notfall zu handeln bereit wäre. Die Wirtschaft wächst nur noch langsam - in den USA wie weltweit. Inzwischen mehren sich die Warnsignale. Die Arbeitslosigkeit ist weiter sehr niedrig, aber das Wachstum hat sich zuletzt abgeschwächt. Insbesondere müsse die Fed das abflauende Weltwirtschaftswachstum und "das Auf und Ab" des Handelskonflikts weiter im Auge behalten. Daten vom Anleihenmarkt ließen zeitweise eine Rezession befürchten.

"Ironischerweise wird die vom US-Präsidenten viel geschmähte Fed mit ihren Bemühungen zur Belebung der US-Wirtschaft im kommenden Jahr nun zu seinem wichtigsten Wahlkampfhelfer", meint Ökonom Friedrich Heinemann vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Bislang zeigt das Wachstum das US-Bankenkredite weiter nach oben - und deutet auf fortgesetztes Wirtschaftswachstum und Unterstützung für die Preise auf den Vermögensmärkten hin.

"Die Fed hat die nächste Leitzinssenkung geliefert". 2015 begann sie, den Leitzins wieder sukzessive zu erhöhen.

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