Springer-Chef Döpfner: Es wird eine Umschichtung geben!

Springer-CEO Mathias Döpfner

"Wir bleiben ein journalistisches Haus", stellt Friede Springer klar. Ferner kündigte Huth ein langfristiges Engagement bei Axel Springer an. Doch er setzt weiterhin auch auf Journalismus.

Berlin (dts) - Der Chef des Axel-Springer-Verlags, Mathias Döpfner, hat nach dem Einstieg des Finanzinvestors KKR einen harten Sparkurs für sein Unternehmen angekündigt. "Wo strukturell Umsatzrückgang herrscht, müssen wir Arbeitsplätze abbauen". "Es wird eine Umschichtung geben". Das betreffe die "Welt" und die "Bild"-Zeitung, sowie die Druckereien und Zeitschriften". Inzwischen hält KKR 42,5% des Grundkapitals, wobei der Vollzug des rund 2,9 Mrd. "Auch in den vergangenen 15 Jahren haben wir immer wieder restrukturiert und Kosten angepasst", sagte der Springer-Vorstandsvorsitzende der "Süddeutschen Zeitung" (Montagsausgabe).

Dank der Partnerschaft mit KKR könne man nun bezüglich Umbau "alles, was sinnvoll ist", schneller machen, hob Döpfner hervor.

Daher hätten die Massnahmen scheibchenweise und über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden müssen. [.] In der Vergangenheit hatten wir aber immer eine Limitierung: Die Kosten für Veränderung durften nicht zu hoch sein, um nicht das nächste Quartalsergebnis zu verderben.

Der Finanzinvestor KKR hatte ein öffentliches Übernahmeangebot für Axel Springer in Milliardenhöhe gemacht und sich mehr als 40 Prozent der Anteile gesichert. Im Umbruch, in dem sich die Medienbranche gerade befinde, sei ein langfristiger Partner der beste Weg. Man wolle das Unternehmen langfristig begleiten und könne sich auch vorstellen, bis zu einem Jahrzehnt investiert zu bleiben. "Wir haben in Summe - anders als fast alle Medienunternehmen - pro Jahr die Anzahl der Arbeitsplätze erhöht".

Welcher Bereiche betroffen sein werden, wollte Döpfner allerdings noch nicht sagen. Grundsätzlich aber gilt: Wir werden eher bei den Häuptlingen als bei den Indianern sparen. Vorstandschef Döpfner sagte, die "Welt" sei "ein essenzieller Teil von Axel Springer, auch wenn sie nicht zur Steigerung der Durchschnittsrendite des Hauses beiträgt". Heute steht das Unternehmen laut Döpfner auf zwei Säulen, den digitalen journalistischen Marken und den digitalen Rubrikenmärkten (Kleinanzeigen). Das Gespräch wurde bereits am Sonntagabend online auf der Webseite publiziert.

In den Unterlagen zum Einstieg der KKR wird die Zeitung "Welt" ausdrücklich erwähnt. Allein das Rascheln des Papiers - wunderbar! Aber Printmedien würden noch viel länger wirtschaftlich attraktiv sein, als viele glaubten: "Für uns ist das Ende von gedruckten Zeitungen kein Thema".

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