Tunesien: Ex-Herrscher Ben Ali ist tot

Ben Ali war 2011 nach Saudi Arabien geflohen

Der frühere tunesische Präsident Zine el Abidine Ben Ali ist im saudischen Exil im Alter von 83 Jahren gestorben. Unter seiner Herrschaft gewinnt das Land den Ruf, eine Vorzeigemodell in Nordafrika zu sein. Nach dem Arabischen Frühling floh er ins Exil nach Saudi-Arabien.

Ben Ali war in seiner Heimat Tunesien mehr als zwei Jahrzehnte allgegenwärtig: der Diktator Ben Ali ließ sich von den Volksmassen feiern und immer wieder wählen - mit angeblich 99 Prozent der Stimmen. Ben Ali war der erste Herrscher, der im Zuge der arabischen Aufstände 2011 gestürzt wurde. Dort ist er nun nach schwerer Krankheit verstorben. Zuvor hatten tunesische Medien über den Tod berichtet. Januar verkündete, nicht mehr bei der damals für 2014 geplanten Wahl anzutreten, konnte die Stimmung nicht mehr drehen: Nur einen Tag später flüchtete er mit seiner Familie aus dem Land und lebte in der Folge abgeschottet in Saudi-Arabien. Der Gesundheitszustand des 83-Jährigen sei kritisch, aber stabil, hatte sein Anwalt danach erklärt. Lange hatte es Ben Ali nach Amtsantritt geschafft, auf internationaler Bühne den Ruf eines skrupellosen Diktators zu vermeiden. Er galt als wirtschaftlicher Reformer.

Allerdings entzündeten sich an dem Tod eines Gemüsehändler in der Kleinstadt Sidi Bouzid massive Proteste.

Ben Ali stand 23 Jahre lang an der Spitze des nordafrikanischen Staates, den er autoritär regierte. Allerdings leidet das Land unter starken wirtschaftlichen Problemen.

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