Bilder eines Superhelden: Dürer-Ausstellung in der Albertina

Eine Kamera zeigt auf ein Albrecht Dürer Portrait in der Albertina Wien

Die Albertina zeigt rund 200 Werke. Mit nahezu 140 Arbeiten besitzt die Albertina den weltweit größten und "sicher auch qualitativ hochwertigsten" Bestand an Zeichnungen Dürers (1471-1528). Daneben gibt es Druckgraphiken von allerbester Qualität zu bestaunen - und ein Dutzend Prunkgemälde, die Leihgeber aus aller Welt zur Verfügung gestellt haben, vom "Prado" über das "British Museum" bis hin zum Nationalmuseum Lissabon.

Metzger hat die Ausstellung grundsätzlich chronologisch gehängt, mit thematischen Schwerpunktsetzungen etwa zu den Hell-dunkel-Studien, zum Porträt, zu Druckgrafik oder zu den Naturstudien. Die Albertina präsentiert bis zum 6. Januar rund 200 Werke des Ausnahmemalers.

Alles da in der Ausstellung im Wiener Kunstmuseum "Albertina" - fast alles, was man sich als Dürer-Liebhaber wünscht: die "Anbetung der Könige" aus den Uffizien, der Feldhase in seiner stummen, gelassenen Anmut, das weltberühmte "Rasenstück", in dem der Nürnberger Renaissance-Genius Gräser, Kräuter, Gänseblümchen in phänomenaler Detailgenauigkeit auf Aquarell gebannt hat.

Auch die wohl bekanntesten Meisterwerke Dürers fehlen in der Ausstellung nicht. Ein Bild ohne die für Dürer bekannte Inszenierung, wie Metzger erklärt. Natürlich sind auch die Highlights darunter: Die Betenden Hände, der Feldhase oder das Große Rasenstück. "Pelz ist hier Pelz, Gold ist Gold, Stein ist Stein", lobte Metzger die Perfektion dieses Gemäldes.

Für Albertina-Generaldirektor Klaus Albrecht Schröder sind es aber nicht nur die zahlreichen neuen Leihgaben, die diese Ausstellung von jener aus dem Jahr 2003 unterscheiden, die 430.000 Besucherinnen und Besucher anlockte.

"Albrecht Dürer", bis 6. Jänner 2020, tgl. 10-18 Uhr, Mittwoch und Freitag, 10-21 Uhr.

Auch die Provenienzforschung habe in den vergangenen 16 Jahren "große Fortschritte gemacht".

Bei einem Pressetermin hob Schröder die "einzigartige Vorurteilslosigkeit, mit der dieser große Humanist die Welt beobachtete", hervor. Diese Unvoreingenommenheit und der "frische erste Blick" machten Dürers Werk ungebrochen aktuell.

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