Thomas Cook hofft vor drohendem Bankrott auf Rettung durch britischen Regierung

Wegen drohender Pleite bei Thomas Cook Britische Touristen „wie Geiseln“ in Hotel festgehalten

Thomas Cook führt mit der britischen Regierung und potenziellen Investoren Gespräche über eine mögliche Rettung des angeschlagenen Reiseunternehmens. Der jüngste Preiskampf im Reise- und Fluggeschäft droht ihm nun erneut den Garaus zu machen. Sollte Thomas Cook das Geld nicht beschaffen können, könnte der Konzern Gläubigerschutz beantragen müssen. Es gehe um 200 Millionen Pfund (226 Mio Euro), teilte Thomas Cook am Freitag in London mit.

Die Krise von Thomas Cook hat verschiedene Ursachen.

Am frühen Sonntagabend soll der Verwaltungsrat zusammenkommen und entscheiden, wie es weitergeht.

Das britische Verkehrsministerium und die britische Luftfahrtbehörde bereiten bereits die "Operation Matterhorn" vor - die größte Rückholaktion, die es in Friedenszeiten je gegeben hat. Während bei Pauschalreisenden aus Deutschland im Fall einer Insolvenz des Veranstalters ein Versicherer einspringt, bezahlt in Großbritannien der Staat für die Rückholung gestrandeter Urlauber aus dem Ausland.

Thomas Cook, der weltweit zweitgrösste Reisekonzern nach TUI, war durch eine milliardenschwere Abschreibung auf ein britisches Tochterunternehmen und ein schwächeres Reisegeschäft ins Schleudern geraten.

Andere Gäste des Hotels bekräftigen die Vorwürfe: Das W-LAN im Hotel sei abgestellt, der Bus, der sie morgens zum Flughafen bringen sollte, nicht durchgelassen worden. "Ein Vertreter von Thomas Cook versucht, die Situation mit dem Hotel zu klären, aber die Leitung ist schlichtweg nicht daran interessiert", erklärt Ryan Farmer.

Der 1841 gegründete Reiseveranstalter beschäftigt 21'000 Mitarbeiter in 16 Ländern. Von einer möglichen Pleite betroffen wären auch Hauptreiseländer wie Spanien, Griechenland oder die Türkei. Stärker als TUI leidet Thomas Cook unter der mit Brexit und schwächerem Pfund einhergehenden Reiseunlust der Briten. Hinzu kommt die anhaltende Unsicherheit rund um den Brexit, die die Urlaubsfreude der britischen Kundschaft dämpft.

Um dringend benötigtes Geld zu bekommen, stellte der Konzern im Februar sogar seine Fluggesellschaften samt dem deutschen Ferienflieger Condor zum Verkauf. "Wir hoffen, dass es weitergehen kann", sagte er.

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