Iran-Treffen unter anderem mit Deutschland wird wahrscheinlicher

Huthi-Rebellen im Jemen

Der Iran reagiert mit schweren Vorwürfen an die Adresse Washingtons.

Wenige Tage nach dem Angriff auf die größte Ölraffinerie in Saudi-Arabien herrscht noch immer Unklarheit, wer dahinter steckt.

US-Präsident Donald Trump kündigte seither bereits eine Verschärfung der Sanktionen gegen den Iran an. Wenn man sicher sei, werde man über die weiteren Schritte entscheiden.

Trump machte zunächst keine Angaben dazu, welche Sanktionen verschärft werden sollen. Die Huthis werden im jemenitischen Bürgerkrieg vom Iran in ihrem Kampf gegen eine von Riad angeführte Militärkoalition unterstützt. In die Ermittlungen sollen auch internationale Experten und Vertreter der Vereinten Nationen einbezogen werden. Präsident Hassan Ruhani bezeichnete die Anschläge als eine "Warnung" der jemenitischen Huthi-Rebellen an die Regierung in Riad. Die Attacken mit Drohnen und Marschflugkörpern hatten die Ölproduktion Saudi-Arabiens zeitweise mehr als halbiert. Der Selbstschutz Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate liege im Stabilitätsinteresse Deutschlands, sagte Hardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Die iranische Regierung bestreitet hingegen eine Verwicklung in die Angriffe.

Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen hatten am Freitag verkündet, die Angriffe auf Saudi-Arabien einzustellen.

Pompeo bekräftigte bei seiner Reise nach Saudi-Arabien: "Das war ein iranischer Angriff". Die Angriffe auf die saudischen Ölanlagen haben die Sorge vor einer militärischen Eskalation im Nahen Osten befeuert.

Bei den Gesprächen von Pompeo und bin Salman sei es um die Notwendigkeit gegangen, "dass die internationale Gemeinschaft zusammenkommt, um der anhaltenden Bedrohung durch das iranische Regime zu begegnen", wie das US-Außenministerium am Mittwoch mitteilte. Saudi-Arabien ist ein enger Verbündeter der USA. Das berichtete die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA.

Die Bundesregierung habe ihre Position an die Entwicklung des Jemen-Konfliktes geknüpft, in den Saudi-Arabien involviert ist. Nach der Aufkündigung des Atomdeals durch die USA wollen die übrigen beteiligten Länder das Abkommen trotz steigender Spannungen retten. Der Iran will sein Atomprogramm nun wieder hochfahren. Zuletzt kam es auch vermehrt zu Zwischenfällen in der für den Öltransport wichtigen Straße von Hormus.

CDU-Außenexperte Jürgen Hardt prallt mit seiner Forderung, Saudi-Arabien nach dem erfolgten Drohnenangriff auf eine Ölanlage früher als geplant wieder mit Waffen aus Deutschland zu versorgen, auf breite Ablehnung und Unverständnis.

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