Gute und schlechte News für Cook-Kunden

Hotelgäste sollen nach eigenen Angaben gezwungen worden sein, ihre Unterkünfte vor Ort selbst zu bezahlen. Für die Kunden, die noch nicht losgeflogen sind, gibt es hingegen schlechte Nachrichten.

Um solche Konflikte über die Bezahlung von Urlaubsunterkünften zu vermeiden, will die Insolvenzversicherung Zurich nun Thomas-Cook-Pauschaltouristen im Ausland zusätzlich unterstützen. Die Zahlungen an die Hotels sind laut Zurich an die Bedingung geknüpft, dass Urlauber nicht mehr zu Extra-Zahlungen aufgefordert werden.

Auf Basis der Buchungsinformationen und ohne Vorlage gesonderter Rechnungen sollen die Hotels in den Ferienorten jetzt 50 Prozent der ausstehenden Zahlungen erhalten, wie ein Unternehmenssprecher sagte. Einige mussten demnach mehr als 1000 Euro auf den Tisch legen. Sie forderte vom spanischen Staat Hilfen für jene Firmen, die im Strudel der Thomas-Cook-Pleite unterzugehen drohen.

Wie viele Hotels betroffen sind, werde am Freitag mit dem insolventen Reiseanbieter abgestimmt, sagte der Versicherungs-Sprecher. Die Zurich Deutschland hat Urlaub und Rückreise der Thomas-Cook-Kunden abgesichert. Nach Paris zum Sightseeing oder Mode shoppen in Mailand?

Die Pleite von Thomas Cook offenbart eine Schwäche im Storno-Recht, warnt indes der ÖAMTC. "Das bedeutet, dass ein gebuchter Thomas-Cook-Urlaub nicht kostenlos storniert werden kann", kritisiert ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner. Am späten Donnerstagabend teilte das Unternehmen mit, alle Reisen bis einschließlich 31. Oktober würden abgesagt. Wie es um Reisen mit Start ab dem 1. November 2019 steht, ließ das Unternehmen offen.

Thomas Cook schreibt in einer Mitteilung: "Betroffene Kunden können sich für Informationen zum weiteren Vorgehen an den von der Zurich Insurance plc Niederlassung für Deutschland beauftragten Dienstleister Kaera wenden". Grundsätzlich ist für diese Fälle auch die Versicherung Zurich zuständig.

Bis zum Crash des Reisekonzerns Thomas Cook steuerte Spanien auf einen neuen Touristenrekord zu.

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