Täter ersticht vier Polizisten

Bei dem Vorfall in der Pariser Innenstadt wurden zwei Beamte verletzt. Der Täter wurde erschossen

Auch die allgemein angespannte Lage bei der Pariser Polizei wurde ins Feld geführt.

Paris: Ein Mann hat in der Polizeipräfektur der französischen Hauptstadt vier Polizisten erstochen. Er sei vorher nie negativ aufgefallen. Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo bestätigte jedoch auf Twitter, dass bei dem Angriff in der Polizeipräfektur "mehrere Polizisten" ums Leben gekommen sind.

Die Polizei geht derzeit von persönlichen Motiven des Täters aus. Medien berichteten von internen Konflikten.

Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gab es zunächst nicht. Paris trauere nach diesem schrecklichen Angriff auf die Polizeipräfektur, schrieb sie.

Am Freitagmorgen erklärte die Regierungssprecherin Sibeth Ndiaye gegenüber France Info, die Pariser Staatsanwälte hätten beschlossen, eine Morduntersuchung wegen Tatsachen einzuleiten, "die in dieser Phase der Ermittlungen nicht unter den Terrorismus fallen". Mit der Übernahme der Ermittlungen durch die nationale Anti-Terror-Staatsanwaltschaft wird die Hypothese einer Radikalisierung des Täters gestärkt. Es soll sich um drei Männer und eine Frau handeln. Seit 2015 machte ihr die Serie islamistischer Anschläge in Frankreich mit mehr als 240 Toten zu schaffen.

Es handle sich um drei Polizisten und eine Polizistin, teilte der zuständige Ermittler mit. Gegen 15 Uhr traf Präsident Emmanuel Macron am Tatort ein, er wurde dort von Innenminister Christophe Castaner und dem französischen Innenstaatssekretär Laurent Nuñez begleitet. Auch seine Ehefrau, die nach der Attacke von der Polizei befragt wurde, sei Muslimin. Castaner verschob laut Nachrichtenagentur AFP seine geplante Dienstreise nach Griechenland und in die Türkei. Nach Aussage des französischen Innenministers Christophe Castaner galt er als vorbildlicher Mitarbeiter. Er sprach von einem "mörderischen Lauf".

Der mutmaßliche Täter habe ein Keramikmesser benutzt, berichtete BFMTV. Nach seinem Angriff haben Polizisten den Mann im Hof des Polizeipräsidiums mit Schüssen getötet. Er war in einer als sensibel geltenden Abteilung der Polizeibehörde eingesetzt, die sich auch mit geheimdienstlichen Themen befasste. Dann habe er bemerkt, dass auf den Angreifer geschossen wurde - der Polizist, der sich mit der Dienstwaffe gewehrt habe, habe geweint.

Der Wohnsitz des mutmaßlichen Täters war am Donnerstag durchsucht worden, sagte Chefermittler Remy Heitz.

Auf dieser Google-Karte ist zu sehen, wo sich die Polizeipräfektur in Paris befindet.

Paris. Die Metro wurde geschlossen, die Straßen rund um die Kathedrale Notre-Dame wurden weiträumig abgesperrt: Im Zentrum von Paris löste eine Bluttat am Donnerstag Ängste vor einem Terroranschlag aus.

Am Freitagvormittag versammelten sich zahlreiche Menschen vor dem Hauptquartier auf der Seine-Insel Île de la Cité zu einer Schweigeminute.

Related:

Comments

Latest news

Tipps für Online Casino Spieler
Online-Casinos haben ihre eigenen Besonderheiten, und dies sollte natürlich beim Spielen berücksichtigt werden. Es wird allgemein angenommen, dass der Erfolg eines Casino-Spiels von Ihrem aktuellen emotionalen Zustand abhängt.

Sotheby's - Banksys Schimpansen-Gemälde für 11 Millionen Euro verkauft
Damit wurde der bisherige Rekordpreis für ein Banksy-Kunstwerk pulverisiert. Das Auktionshaus hatte den Wert auf 1,5 bis zwei Millionen Euro geschätzt.

Protest gegen Preiserhöhungen: Ecuadors Präsident ruft Ausnahmezustand aus
Durch den Wegfall von Subventionen sind die Benzinpreise zunächst um 25 Prozent und die Dieselpreise um 100 Prozent gestiegen. Angesichts drohender Massenproteste gegen seine Regierung hat Ecuadors Staatschef Lenin Moreno den Ausnahmezustand verhängt.

Ingo Kantorek (†34): RTL II gedenkt verstorbenem Schauspieler mit Special
Jahrelang war er als Alex Kowalski eine der beliebtesten Figuren der Vorabend-Soap " Köln 50667 ". Zudem wird Ingo Kantoreks Aufstieg vom Mechaniker zum Soap-Star nachgezeichnet.

Glücksspielverhalten und Gewinn der Casinos
Besonders positiv: Jugendliche spielen auch immer weniger – 2015 „zockten“ 14,6 Prozent, 2013 noch 15,8 Prozent. Circa 0,8 Prozent der Befragten haben ein echtes Problem mit ihrem Spielverhalten und sollten sich professionelle Hilfe suchen.

Other news