Halle/Saale - Zwei Menschen auf offener Straße erschossen

Eine abgedeckte Leiche liegt in einer Straße. Bei Schüssen sind nach ersten Erkenntnissen zwei Menschen getötet worden

Die Stadt Halle hat nun einen Krisenstab einberufen und stuft den Vorfall als "Amoklage" ein.

Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) sprach von einer "Amoklage". Alle Rettungskräfte der Feuerwehr sind in Alarmbereitschaft versetzt.

Vor einer Synagoge im ostdeutschen Halle sind bei einer Schiesserei zwei Menschen getötet worden.

Schüsse in Landsberg: Polizisten sichern die Umgebung.

Am Mittwochmittag sind in der deutschen Stadt Halle Schüsse gefallen. "Täter flüchtig. Bleiben sie in ihren Wohnungen oder suchen Sie sichere Orte auf".

Uhr: Der Angriff fand am höchsten jüdischen Feiertag, dem Versöhnungstag bzw. Kurz nach Mittag warnte die Polizei die Anwohner.

Ein Polizeisprecher bestätigte gegenüber des TV-Senders, es gebe zwei Tatorte: Den Dönerladen und die Synagoge.

Auch im rund 15 Kilometer weit von Halle entfernten Landsberg sind Schüsse gefallen. Zu den näheren Umständen des Vorfalls in dem östlich von Halle in Sachsen-Anhalt gelegene Ort wollte sie zunächst nichts sagen. Die Hintergründe sind nach Angaben einer Polizeisprecherin aber noch unklar. Weiter fordert die Polizei, keine Gerüchte und Spekulationen zu verbreiten, sondern sich auf polizeiliche Informationen zu berufen.

Nach den tödlichen Schüssen in Halle/Saale hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Sie werden über Leipzig umgeleitet, teilt die Bahn am zeitigen Mittwochnachmittag per Fahrplanauskunft mit. Zuerst hatte "Spiegel online" berichtet. Weiter veröffentlicht die Seite das Bild von einem mutmaßlichen Täter.

Ein Video bei Twitter zeigt einen Mann in Militär-Kleidung, wie er mit einem Gewehr auf etwas schießt. Gewarnt wurde vor Schusswaffengebrauch. Menschen sollen Gebäude und Wohnungen nicht verlassen, hieß es in der offiziellen Information.

Update 13.48 Uhr: Polizei vermeldet erste Festnahme, rät aber weiterhin zur Vorsicht.

Die Leipziger Polizei verstärkte ihre Kräfte vor der Synagoge. Weitere Maßnahmen seien bislang noch nicht getroffen worden, so ein Sprecher. "Dann hat er mindestens einmal in den Laden geschossen.Der Mann hinter mir muss wohl verstorben sein". Laut "Bild" sollen die Täter mit einer Maschinenpistole um sich geschossen haben. Laut Medienberichten soll auch eine Handgranate auf den nahe gelegenen Jüdischen Friedhof geworfen worden sein.

Die Schießerei soll vor einer Synagoge im Paulusviertel stattgefunden haben.

Wegen des laufenden Polizeieinsatzes ist der Zugverkehr am Hauptbahnhof von Halle (Saale) eingestellt worden. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch über Twitter mit. Es kommt zu Verspätungen im Zugverkehr.

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