Apple im Visier: Anwendung hilft Demonstranten in Hongkong - Kritik von Peking

Ärger um App: Peking wirft Apple Unterstützung der Hongkong-Proteste vor

Nach scharfer Kritik aus China hat Apple eine App aus seinem Angebot entfernt, die Demonstranten in Hongkong bei ihren Protesten die Standorte der Polizeieinheiten anzeigte.

Zuvor hatte China dem iPhone-Konzern vorgeworfen, die Demonstranten in Hongkong zu unterstützen. Zudem beteuern viele Nutzer der App in Hongkong, dass sie die Live-Karte viel eher dazu nutzen würden, den Demonstrationen und Polizei-Absperrungen auszuweichen, um besser durch den Verkehr zu kommen, beispielsweise auf dem Weg zur Arbeit. Die App mache es Demonstranten leichter, sich an gewalttätigen Aktionen zu beteiligen, kritisierte das Parteiorgan "Volkszeitung": "Apples Zustimmung zu der App hilft natürlich den Randalierern". Die Macher von "hkmap.live" teilten auf Twitter mit, dass Apple das Programm aus dem App-Store gelöscht habe. "Was ist die tatsächliche Absicht?", schrieb das Blatt. Zum einen lässt der iPhone-Konzern in China Smartphones und andere Geräte produzieren, zum anderen ist Apple von dortigen Zulieferern abhängig: Der Anteil der Apple-Zulieferer - jener Firmen also, die Bauteile wie Glas, Alu-Gehäuse, Kabel und Elektronik-Bauteile bereitstellen - stieg in diesem Jahr auf 47,6 Prozent. Das Programm soll die Demonstranten in der chinesischen Sonderverwaltungszone unterstützt haben. "Die Menschen haben aber Grund zu der Annahme, dass Apple Geschäft mit Politik und sogar illegalen Handlungen vermischt", heißt es weiter. Apple müsse "über die Konsequenzen seiner unklugen und rücksichtslosen Entscheidung nachdenken".

Apple bestätigte, dass die App aus dem Store entfernt wurde. Die sieben Millionen Hongkonger stehen unter Chinas Souveränität, geniessen aber - anders als die Menschen in der kommunistischen Volksrepublik - mehr Rechte wie Meinungs- und Versammlungsfreiheit, um die sie jetzt fürchten.

In Hongkong gibt es seit Monaten Massenproteste gegen den wachsenden Einfluss der Regierung in Peking und die Beschneidung der Bürgerrechte. Nur der Wohlstand von "China und Chinas Hongkong" könne den ausländischen Konzernen einen größeren Markt bringen. Dies dürfte nur ein willkommener Vorwand sein, um Apple schon einmal als mögliche Zielscheibe für Sanktionen im Handelsstreit zu positionieren. Gerade jetzt vor den diesen Donnerstag neu beginnenden Handelsgesprächen zwischen den USA und China sind die Nerven angespannt.

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