WEF: Deutschland nicht mehr so wettbewerbsfähig

ARCHIVBILD ZUR BUSSE DER WEKO GEGEN DIE GROSSBANKEN WEGEN EINES DEVISENKARTELLS AM DONNERSTAG 6. JUNI 2019- Paradeplatz square with the tram stop

In der neuen Rangliste fällt die Bundesrepublik von Platz 3 auf Platz 7 zurück, wie das Weltwirtschaftsforum (WEF) berichtet.

Das WEF-Wettbewerbsranking von 141 Staaten beruht auf Wirtschaftsdaten und Experteninterviews. Beim mobilen Breitbandanschlüssen landet es mit Platz 58 noch weiter hinten im Ranking, bei Internetverbindungen über Glasfaserkabel reicht es sogar nur noch für Platz 72. Die Bundesrepublik ist in dieser Rubrik hinter den baltischen Staaten, aber auch hinter Russland und China klassiert. So haben deutlich weniger Bürger Zugang zum Breitband-Internet. Zudem müsse Deutschland die Aus- und Weiterbildung der Arbeitskräfte und die Vermittlung der Hochschulabsolventen verbessern, schreiben die WEF-Analytiker.

Doch es gibt auch diverse positive Nachrichten: Deutschland ist in Sachen Innovationsfähigkeit Spitzenreiter, auch in Bezug auf makroökonomische Stabilität (Inflation und Schulden) ist kein Land besser aufgestellt. Dabei geht es etwa um die Zahl angemeldeter Patente oder wissenschaftlicher Veröffentlichungen.

Deutschland lahmt bei der Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich mit anderen Ländern. In mehr als der Hälfte der analysierten Punkte hat Deutschland an Terrain eingebüsst.

Seit vier Jahrzehnten liefert das WEF seine Einschätzungen zur Wettbewerbsfähigkeit fast aller Länder der Welt.

Während Spitzenreiter Singapur auf 84,8 (plus 1,3) von 100 möglichen Punkten kommt, schafft Deutschland aktuell noch 81,8 (minus 1,0).

Verbesserungspotenzial sieht die WEF bei Handelsbeschränkungen innerhalb des komplizierten Zollsystems, geringen Unternehmensdynamiken und der mangelnden Bereitschaft von Unternehmen, bahnbrechende Ideen zu verfolgen. "Die Lücken bei der Wettbewerbsfähigkeit sind besorgniserregend, weil die Weltwirtschaft mit der Aussicht auf einen Abschwung konfrontiert ist". Venezuela rutschte wegen der katastrophalen Wirtschaftslage 6 Plätze ab und landet mit Platz 133. "Die veränderte geopolitische Lage und die wachsenden Handelsspannungen heizen Unsicherheiten an und könnten zu einer Konjunkturabschwächung führen".

Auf den letzten WEF-Rängen landen der Kongo, Jemen und Tschad.

Den WEF-Wettbewerbsbericht gibt es zwar seit 1979, die Methode wurde aber immer wieder verfeinert. Weil seit 2018 neue Bewertungsmethoden gelten, ist ein Vergleich mit früheren Rankings nicht möglich. Das WEF beurteilt bei der Wettbewerbsfähigkeit mehr als hundert Indikatoren, etwa aus den Bereichen Finanzsystem, Infrastruktur, Bildung oder Arbeitsmarktbedingungen. Berücksichtigt werden auch Umfragen unter Unternehmern.

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