Burkina Faso - Geld für Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria gesucht

Der US-Milliardär Bill Gates in einem Hotel in Lyon am Rande der Geberkonferenz des Globalen Fonds zum Kampf gegen Aids Tuberkulose und Malaria

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat dazu aufgerufen, den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria mit ausreichenden Finanzmitteln auszustatten.

Das bestätigte Frankreichs Staatschef Macron nach Abschluss einer zweitägigen Konferenz des globalen Fonds zur Bekämpfung der Krankheiten in Lyon. Er sprach davon, dass 13,92 Milliarden Dollar zusammengekommen seien. Sein Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) teilte mit, Cassis gebe in Lyon die Erhöhung des Schweizer Beitrags um 7 Millionen Franken gegenüber dem abgelaufenen Finanzrahmen bekannt. Mit Blick auf die anvisierte Gesamtsumme von 14 Milliarden Dollar sagte er: "Das ist eine sehr ehrgeizige Zahl".

Über das gesamte Jahr des französischen G7-Vorsitz hinweg, bei dem die Weltgesundheit als zentrales Thema behandelt und die Sahelzone als prioritär eingestuft wurde, wirkte Frankreich darauf hin, dass Staaten aber auch die großen nichtstaatlichen Akteure ihre Verpflichtungen zur Erreichung des Ziels für nachhaltige Entwicklung im Bereich Gesundheit erneuern. Diese Zielmarke war von Nicht-Regierungsorganisationen als das absolut nötige Minimum bezeichnet worden.

Größter Geber sind mit Abstand die USA mit einem Anteil von rund einem Drittel. "Alleine Deutschland hat eine Milliarde Euro für die kommenden drei Jahre zugesagt", hieß es.

Dies sei möglich geworden, weil Geber wie Deutschland, Frankreich, die USA und Großbritannien ihre Zusagen um mindestens 15 Prozent erhöht hätten, betonte ONE.

Auf der Bühne trat Frankreichs Präsident Macron mit Amanda Dushime auf, einer Goodwill-Botschafterin der Organisation Grandir Ensemble. Weltweit sterben an diesen Krankheiten jährlich fast drei Millionen Menschen. Der Globale Fonds war 2002 auf Initiative der G8-Gruppe der großen Industriestaaten und des damaligen UN-Generalsekretärs Kofi Annan gegründet worden. Nach Fonds-Angaben wurden seit Gründung 32 Millionen Menschenleben gerettet.

Die Entwicklungsorganisation One begrüßte das Ergebnis der Konferenz in Lyon. "Die heutigen Finanzzusagen werden entscheidend dafür sein, die drei Krankheiten bis 2030 auszurotten". Der Fonds legt laut BMZ keine eigenen Programme auf, sondern finanziert nationale Maßnahmen gegen die drei Krankheiten Malaria, Aids und Tuberkulose. "Ich nenne das historisch". Und "ich glaube, wir können noch viel mehr tun", so Macron. Er kündigte am Abend vor Vertretern internationaler Nachrichtenagenturen an, dass der Beitrag der Bill und Melinda Gates Stiftung 700 Millionen US-Dollar betragen werde.

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