Unzulässige Abgastechnik - Daimler muss erneut Hunderttausende Diesel zurückrufen

Bild zu Produktion bei Mercedes-Benz

Der Autobauer Daimler muss erneut mehrere Hunderttausend Diesel-Fahrzeuge wegen einer mutmaßlich unzulässigen Abgastechnik zurückrufen. Man werde weiterhin mit den Behörden kooperieren, aber auch in diesem Fall Widerspruch gegen die Anordnung einlegen, hieß es.

Das Unternehmen geht nach eigenen Angaben davon aus, dass von dem Rückruf "eine mittlere sechsstellige Zahl an Fahrzeugen" betroffen sei. Eine genaue Zahl wurde nicht genannt, der Motor wurde jedoch in diversen Modellen verbaut. Die Fahrzeuge wurden bis Juni 2016 gebaut. Unter anderem seien etwa rund 260.000 Transporter des Modells Sprinter betroffen.

Die Prüfung des KBA sei noch nicht abgeschlossen, erklärte Daimler weiter.

Bereits im Juni 2019 hatte das KBA für Varianten des Mercedes-Benz GLK einen Rückruf angeordnet. Laut der Behörde sei in den Fahrzeugen eine unzulässige Abschalteinrichtung bei der Abgasreinigung zum Einsatz gekommen. Auch hier hatte Daimler Widerspruch eingelegt.

Daimler hatte allerdings betont, dass es sich um keinen neuen oder überraschenden Fund handele. Die Funktionsweise der Abgasreinigung sei dem KBA bereits im Mai 2018 vorgestellt und seit Sommer 2018 in weiteren Besprechungen eingehend erläutert worden. Bedeutet: Daimler wird die Rückrufe umsetzen und betroffene Kunden informieren, bleibt aber bei seiner Sichtweise. Daimler hatte auch wegen hoher Rückstellungen für die Diesel-Rückrufe im zweiten Quartal einen Verlust verbucht. Diese führte nach Feststellung der Staatsanwaltschaft dazu, dass die Dieselfahrzeuge Genehmigungen erhielten, obwohl der Ausstoß von Stickoxiden bei den Autos teilweise nicht den Vorschriften entsprach.

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