Kipchoge läuft Marathon unter zwei Stunden

Ein Laserstrahl gab die Geschwindigkeit vor

Er lief mit einer Zeit von 1:59:40 ins Ziel ein. "Es war in meinem Herzen und in meinem Geist, dass ich einen Marathon unter zwei Stunden laufen kann und zu zeigen, dass kein Mensch limitiert ist". Als erster Mensch ist der 34-Jährige am Samstag in Wien einen Marathon in weniger als zwei Stunden gelaufen.

Unter ähnlichen Voraussetzungen war Kipchoge 2017 auf der Motorsport-Rennstrecke im italienischen Monza in 2:00:25 Stunden knapp an der Schallmauer gescheitert.

Der 12.10.2019 wird mit Sicherheit als einer der historischen Tage im Sport in Erinnerung bleiben.

"Das war der beste Moment in meinem Leben, als nur noch wenige Hundert Meter zu laufen waren und es Zeit war, Geschichte zu schreiben", sagte Kipchoge nach seinem Sensationslauf.

"Ich war vom ersten Kilometer an zuversichtlich, obwohl ich vorher natürlich schon den enormen Druck gespürt hatte", erzählte Eliud Kipchoge.

Der Olympiasieger von 2016, der seit dem Vorjahr mit 2:01:39 Stunden den Weltrekord hält, wird in dem akribisch vorbereiteten Bewerb von 41 Schrittmachern unterstützt und hat angekündigt, er wolle in Wien "Geschichte schreiben".

Der US-amerikanische Weltklasseläufer Bernard Lagat, der auf dem ersten und dem letzten Abschnitt als Tempomacher im Einsatz war, sagte: "Bei Kilometer 41 war ich 100-prozentig sicher, dass Eliud es schaffen wird".

Die "Ineos 1:59 Challenge" begann um 8.15 Uhr bei praktisch perfektem Wetter mit einer Temperatur von 9 Grad Celsius, trockenen Bedingungen und keinem Wind - lediglich die Luftfeuchtigkeit war mit rund 80 Prozent etwas hoch - auf der Wiener Reichsbrücke. Außerdem hat ihn auf dem Pendelkurs im Prater ein Auto begleitet, von dem aus per Laser eine Orientierungshilfe für die nötige Geschwindigkeit auf die Straße projiziert wurde. "Ich will die Menschen inspirieren und ihnen zeigen, dass sie kein Limit haben" erklärte Kipchoge, dem die Strapazen nicht anzumerken waren.

Seine Frau und seine drei Kinder standen erstmals während eines Rennens am Rand der Laufstrecke. Dort ist der 34-Jährige der "Boss". "Alleine könnte man nicht solche Leistungen bringen", bekräftigte der Ex-Bahn-Weltmeister im 5.000-m-Lauf.

Das Trainingslager in Kaptagat wird von Nike und von Ineos finanziert. "Ich habe vorher gespürt, dass Eliud fest daran glaubt. Die letzten 30 Sekunden und die letzten 400 Meter werde ich nie vergessen", sagte Ratcliffe.

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