Milliardendeal: Metro verkauft China-Geschäft

Metro will sich zu einem reinen Großhändler reformieren

Der chinesische Handelskonzern Wumart steht Insidern zufolge vor der Übernahme eines Mehrheitsanteils am Geschäft des deutschen Handelsriesen Metro in der Volksrepublik. Dazu schloss der Handelsriese eine strategische Partnerschaft mit dem chinesischen Einzelhändler Wumei, wie Metro am Freitag in einer Pflichtmitteilung an die Börse berichtete.

Metro ist seit 1996 in China präsent und erzielte dort im Geschäftsjahr 2017/18 einen Umsatz von 2,7 Milliarden Euro. "Das widerspricht unserer Strategie", so Koch, der Metro sei Jahren zu einem reinen Großhändler umbauen will. Durch den Zusammenschluss mit Wumei erhofft sich Metro für das China-Geschäft demnach Synergien in der Beschaffung und einen besseren Zugang zu lokalen und frischen Produkten. Dadurch erwartet das Unternehmen einen geschätzten Netto-Mittelzufluss von etwa einer Milliarde Euro. Deshalb hat er den Mehrheitsanteil am Geschäft in China sowie in Deutschland die Supermarktkette Real zum Verkauf gestellt. Doch passt das Chinageschäft nicht mehr in die Zukunftsstrategie des Konzerns, der dabei ist, sich ganz auf das Großhandelsgeschäft zu konzentrieren.

"Die Transaktion spiegelt die starke Geschäftsentwicklung und den Wert von Metro China wider", erklärte Vorstandschef Olaf Koch. Das Bundeskartellamt erteilte am Donnerstag die Freigabe für den geplanten Verkauf von Real an den Immobilieninvestor Redos. Redos will Real im Kern erhalten, einen Teil der Filialen soll aber an Wettbewerber verkauft werden.

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