Tödliche Schüsse auf ausgebüxtes Zebra: Rostock verteidigt Vorgehen der Feuerwehr

Ein beschädigtes Auto steht nach einem Auffahrunfall auf der Autobahn A20 bei Tessin

Ein außer Kontrolle geratenes Zebra wurde in Deutschland erschossen, nachdem es aus einem Zirkus auf eine Autobahn geflohen war, was laut Polizei einen Verkehrsunfall verursachte. Der Rostocker Stadtsprecher Ulrich Kunze gibt zu dem Vorfall an, dass angeblich der Einsatz eines Betäubungsgewehres nicht möglich gewesen wäre, da eine Gefährdung anderer nicht ausgeschlossen werden konnte. Im benachbarten Liepen erschoss ein Mitarbeiter der Tierrettung der Feuerwehr Rostock das Tier.

Nun soll erst einmal das Zebra eines Bekannten als Ersatz dienen, dann wolle man sich um den Kauf eines neuen Tieres kümmern. Während eines der beiden Tiere schnell wieder eingefangen werden konnte, wurde das zweite Zebra nach stundenlanger Jagd von Berufsfeuerwehrleuten erschossen.

Während sich das erste gegen 4.45 Uhr einfangen ließ, entkam Pumba immer wieder. Die genauen Umstände müssten noch geklärt werden, erklärte die Polizei. Das zweite Zebra war noch in der Nacht eingefangen und zurück in den Zirkus gebracht worden. Wir wussten nicht, dass die Tiernotrettung scharfe Munition mit sich führt.

Zirkusdompteur Angelo Madel hatte betont, dass es keinen Grund für die Schüsse gegeben habe. Melchin sagte: "Ich dachte, da kommt ein Betäubungsschuss". "Das Tier war nach Einschätzung der Mitarbeiter nicht zu bändigen".

Das Zebra wurde später in der Nähe der Gemeinde Thelkow erschossen, nachdem die Bemühungen von Beamten und einem Zirkuszähler, es lebend einzufangen, erfolglos waren. "Definitiv nicht." Der Schütze habe seine Schüsse aus naher Entfernung abgegeben: "Das waren keine zehn Meter". Die Polizei ermittelt weiter in dem Fall.

Auch Zirkuschefin Adriane Ortmann ist geschockt. "Er hat ganz brav hier gestanden", sagte sie dem Sender "Antenne Mecklenburg-Vorpommern". Die Polizei habe zugesichert, dass Pumba nur betäubt werde. Sein Ausflug wäre hier zu Ende gewesen.

Die geplante Premiere des Zirkus in Tessin sollte laut Zirkusdirektorin wie geplant am Freitagabend stattfinden.

Zirkus-Mitarbeiter kündigten an, Anzeige gegen den Schützen zu erstatten. "Es muss ja weitergehen".

Die Tierschutzorganisation Peta forderte unterdessen ein bundesweites Wildtierverbot in Zirkussen.

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