Nach Pleite von Thomas Cook: EU-Kommission genehmigt Überbrückungskredit für Condor

Bild zu Airbus A320-212 Condor Start Flughafen München Franz-Josef-Strauß-Flughafen

Mit dem nun genehmigten Kredit ist die Gesellschaft zunächst wieder flüssig.

In den vergangenen Wochen blickten die Verantwortlichen beim Ferienflieger Condor bangen Blickes nach Brüssel - nun können sie aufatmen.

Die vorgesehenen 380 Millionen Euro der Staatsbank KfW verzerrten den Wettbewerb in der EU nicht übermässig, teilte die Brüsseler Behörde am Montag mit.

Die britische Konzernmutter Thomas Cook wie auch die deutsche Veranstaltungstochter mit Reisemarken wie Neckermann, Öger oder Bucher hatten zuletzt Insolvenz angemeldet. Durch die Pleite des britischen Mutterkonzerns Thomas Cook stand die Zukunft des deutschen Ferienfliegers in den Sternen. In einem so genannten Schutzschirmverfahren ist sie aus dem Konzern herausgelöst worden. Damit soll verhindert werden, dass Geld an die britische Mutter abfließt. "Eine gesunde Condor ist auch klar im Interesse eines funktionierenden Marktes, denn wir sind nicht nur ein wesentlicher Mitbewerber im touristischen Segment, sondern auch wichtig für die Wettbewerbsstruktur in der Luftfahrt in Deutschland und Europa". "Condor verfügt nun über die notwendige Liquidität, um die Wintersaison zu überbrücken und den Geschäftsbetrieb weiter in vollem Umfang fortzuführen", sagt der zuständige Sachwalter Lucas Floether. So muss Condor seinen Liquiditätsbedarf wöchentlich nachweisen, wobei eine neue Rate nur dann ausgezahlt wird, wenn die vorhandene Liquidität vollständig erschöpft ist.

Das Geld werden "im Interesse der Fluggäste zur ordnungsgemäßen Aufrechterhaltung der Flugdienste beitragen", erklärte die EU-Kommission weiter. Diese etwaige Umstrukturierung unterläge einer erneuten Beurteilung und Genehmigung durch die Kommission. Gleichzeitig führen die strengen Auflagen, die an das Darlehen geknüpft sind, und seine auf sechs Monate begrenzte Laufzeit dazu, dass die möglicherweise durch die staatliche Beihilfe hervorgerufenen Wettbewerbsverzerrungen auf ein Minimum beschränkt bleiben. "Wir sind bereits in fortgeschrittenen Gesprächen mit allen Reiseveranstaltern für einen vielversprechenden und gut gebuchten Sommer 2020". Für Condor dürften damit die ärgsten Probleme erst einmal ausgeräumt sein. Thomas Cook hatte seine Airlines schon im Februar zum Verkauf gestellt, letztlich aber keinen Deal abgeschlossen.

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